Behandlungsangebote

  • Asthma / Allergien / Lungenerkrankungen

    Die umfassende Diagnostik, Therapie und auch Erforschung sowie Vorbeugung von allergischen Erkrankungen einschließlich des Asthma bronchiale, der Neurodermitis (atopisches Ekzem) und der Nahrungsmittelallergie ist seit Langem wesentlicher und überregional anerkannter Schwerpunkt unserer Tätigkeit. 

    Wir führen die gesamte allergologische Diagnostik und die komplette Lungenfunktionsdiagnostik durch, gegebenenfalls einschließlich Spiegelung der Luftwege (Bronchoskopie). Großen Wert legen wir auf eine rational begründete, konsequente Therapie insbesondere mit nebenwirkungsarmen, inhalierbaren bzw. äußerlich anwendbaren Medikamenten. Ebenso wichtig ist es uns, die Möglichkeiten zur gezielten Vermeidung der für den einzelnen Patienten schädlichen Allergene umfassend abzuklären (Umgebungssanierung, Veränderung des Ernährungs- und Lebensstils). 

    Ein Forschungsinstitut, das auf diesem Feld arbeitet, ist unserer Klinik angeschlossen. Deshalb ist nicht nur der unmittelbare Kontakt zum neuesten Stand der Wissenschaft sichergestellt, sondern es ergibt sich auch die Möglichkeit, einzelne Patienten an aktuellen wissenschaftlichen Studien zu beteiligen. Dadurch können „Problempatienten“ mit ganz neuen Medikamenten behandelt und besonders intensiv und persönlich betreut werden. 
    Dafür steht eine Spezialsprechstunde der Chefärztin der Klinik, Prof. Dr. Monika Gappa, zur Verfügung.                                                                                                                                   

    Chefärztin Prof. Dr. Monika Gappa hat als erste deutsche Kinderpneumologin das europäische Diplom in pädiatrischer Lungenfachkunde (Pneumologie) erworben. Sie legte die englischsprachige Prüfung im Herbst 2012 in Wien ab. Das Diplom wird vergeben im Rahmen des HERMES-Projekts der Europäischen Lungenfachgesellschaft ERS (European Respiratory Science). Prof. Gappa ist Vorsitzende der HERMES-Task-Force der ERS zur Vereinheitlichung der kinderpneumologischen Weiterbildung in Europa.
     

    Fachpublikum

    Die Chefärztin der Klinik besitzt die volle Weiterbildungsberechtigung für die Pädiatrie. Daneben sind die Weiterbildungsermächtigungen Kinderpneumologie und -allergologie vorhanden. Ihre vertragsärztliche Ermächtigung bezieht sich auf Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr, auf Zuweisung niedergelassener Kinderärzte bzw. im Rahmen des DMP Asthma.

    Für Patienten mit atopischen und / oder pneumologischen Problemen
    bieten wir im Hause an:

    • umfangreiche CAP (RAST)-Diagnostik 
    • Skin-Prick-Test, Atopy-patch-Test 
    • gezielte Provokationstests, z.B. bei Insektengiftallergie und Nahrungsmittelallergie 
    • komplette Lungenfunktionsdiagnostik (Ganzkörper-Bodyplethysmograph) einschließlich Laufbandbelastung 
    • Metacholinprovokation 
    • Rhinomanometrie mit nasalen Provokationen 
    • Schweißtest 
    • pH-Metrie 
    • Bronchoskopie, flexibel, mit Videodokumentation und Biopsiemöglichkeit 
    • Bronchoskopie, starr, mit Videodokumentation und Biopsiemöglichkeit 

    zur kardiologischen Differentialdiagnostik:

    • EKG, Standard und als Belastungs-EKG 
    • Ultraschallkardiographie (Philips HDI 5000) 
    • ambulantes Langzeit-EKG 
    • ambulante Langzeit-Blutdruckmessung 
       

    Kontakt

    Chefärztin Prof. Dr. med. Monika Gappa
    Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin - Neonatologie - Allergologie - Kinder-Pneumologie

    Chefarztsekretariat und Assistenz

    Terminvergabe
    Täglich von 10:00 - 12:00 Uhr
    Mo, Di, Do auch 14:00 - 16:00 Uhr
    Tel.: 0281 104-1170
    Fax: 0281 104-1178

    (In Notfällen lassen Sie sich bitte über die 0281 104-0 mit dem diensthabenden Arzt verbinden.)

    sekretariat.paediatrie.mhw(at)prohomine.de

    Informationen zum Alpha-1-Antitrypsinmangel
    Informationen zur Mukoviszidoseambulanz

  • Kindergastroenterologie

    Für Erkrankungen der Verdauungsorgane (Magen-Darm-Trakt, Leber, Bauchspeicheldrüse) besteht ein Schwerpunkt im stationären wie im ambulanten Bereich.

    Hier beschäftigen wir uns mit der diagnostischen Klärung typischer Beschwerden wie gehäuft auftretenden Bauchschmerzen oder Durchfällen, Verstopfung und anderen Unregelmäßigkeiten des Stuhlgangs, wiederkehrendem Erbrechen oder Gedeihstörungen; viele Kinder und Jugendliche mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) werden hier langfristig mitbetreut, ebenso solche mit chronischen Leber- und Gallenwegserkrankungen oder angeborenen Fehlbildungen des Magen-Darm-Traktes.

    Kinder und Jugendliche mit chronischen Bauchbeschwerden (z.B. Schmerzen, Übelkeit, Unregelmäßigkeiten des Stuhlgangs) und solche mit Essstörungen werden bei Bedarf durch ein fachübergreifend etabliertes Team aus Kinderärzten, Psychologen, Heilpädagogen und Therapeuten sowie in enger Zusammenarbeit mit unseren Abteilungen SPZ und gegebenenfalls Kinder- und Jugendpsychiatrie ganzheitlich und umfassend behandelt.

    Im Marien-Hospital ist praktisch die komplette Diagnostik und spezielle Therapie dieser Krankheitsbilder möglich. Für ganz spezielle Probleme unterhalten wir auf diesem Gebiet besonders enge Verbindungen mit entsprechenden Spezialkliniken in ganz Deutschland und darüber hinaus.

    Für diesen Bereich steht eine Spezialsprechstunde zur Verfügung:
    Ltd. Oberarzt Dr. med. Rüdiger Kardorff
    Facharzt für Kinderheilkunde - Kindergastroenterologie

    Fachpublikum

    Oberarzt Dr. Kardorff ist von der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) sowie von der Ärztekammer Nordrhein als Kindergastroenterologe zertifiziert. Zudem ist er Stufe-III-Ausbilder der Sektion Pädiatrie der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Seine vertragsärztliche Ermächtigung bezieht sich auf Kinder bis zum 18. Lebensjahr, auf Zuweisung niedergelassener Kinderärzte oder internistischer Gastroenterologen.

    Für pädiatrische Patienten mit gastroenterologischen / hepatologischen Problemen bieten wir im Hause an:

    • Ultraschalldiagnostik mit High-End-Farbdopplersystem (GE Loqiq E9 mit externer Befundungs- / Archivierungsworkstation) 
    • Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (sämtliche Altersgruppen) 
    • flexible Sigmoidoskopie / Coloskopie / Ileo-Coloskopie (sämtliche Altersgruppen) 
    • interventionelle Endoskopie (Blutstillung, Polypektomie, PEG-Anlage u.a.) 
    • starre Proktoskopie 
    • pH-Metrie 
    • H2-Atemtest (Lactose, Fructose, Lactulose u.a.) 
    • C13-Atemtest (Harnstoff, weitere bei Bedarf) 
    • Nahrungsmittelallergie-Diagnostik (umfangreiche CAP (RAST)-Diagnostik, Skin-Prick-Test, Atopy-patch-Test) 
    • Schweißtest 
    • hepatologische Funktionsdiagnostik 
    • percutane Leberbiopsie 
    • ultraschallgesteuerte Punktionen

    Dr. Rüdiger Kardorff ist von der Ärztekammer Nordrhein zur vollen Zusatz-Weiterbildung (18 Monate) Kinder-Gastroenterologie ermächtigt.

    Weitere Informationen finden Sie im Qualitätsbericht.

    Informationen zum Alpha-1-Antitrypsinmangel

    Kontakt

    Ltd. Oberarzt Dr. med. Rüdiger Kardorff
    Facharzt für Kinderheilkunde - Kindergastroenterologie
    ruediger.kardorff(at)prohomine.de

    Terminabsprache:
    Sekretariat: 0281 104-1170

  • Kinder-Diabetologie

    Die Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 1 im Kinder- und Jugendalter stellt für die Betroffenen und deren Familien oft eine erhebliche Herausforderung dar. Im Sinne einer ganzheitlichen Begleitung der Familien bieten wir die modernsten Diagnostik- und Behandlungsmethoden an, verbunden mit einer umfassenden psychosozialen Mitbetreuung.

    Unser Leistungsspektrum:

    • stationäre und ambulante Schulungen mit anerkannten und evaluierten Schulungsprogrammen für Kinder, deren Eltern und Betreuer
    • Schulung zu verschiedenen Themenschwerpunkten im Rahmen des DMP (Disease-Management-Programm) für alle Altersgruppen, Eltern und Betreuer
    • Insulinpumpenbehandlung
    • Messung mit dem kontinuierlichen Glukose-Sensor sowie Schulungskurs über das kontinuierliche Glukose-Monitoring
    • Schulungskurs für Anfänger ("Fit für die Schule")
    • mobile ambulante Diabetesschulung für Kindergärten und Schulen
    • Schulungskurs "Diabetes und Zöliakie"
    • Informationsabende für Eltern
    • Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) mit der Möglichkeit einer umfassenden psychosozialen Betreuung
    • Zusammenarbeit mit dem Förderverein Diabolinos
       

    Verantwortlicher Arzt ist Oberarzt Dr. Dirk Bierkamp-Christophersen. Er ist Facharzt für Kinderheilkunde mit der Zusatzqualifikation Pädiatrische Diabetologie und Endokrinologie.
     

    Förderverein Diabolinos ermöglicht besseren Übergang in die Erwachsenen-Diabetologie

    Dank einer Spende des Fördervereins Diabolinos kann die Kinderdiabetologie der Kinderklinik den Übergang von der Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin bei Diabetes mellitus Typ 1 besser gestalten.  

    Bei Patienten mit Typ 1-Diabetes ist der Übergang (Transition) von der Kindheit und Jugend in das Erwachsenenleben mit vielfältigen Herausforderungen verknüpft. Bis zu 40 Prozent der Jugendlichen gelingt es nicht, diesen Übergang erfolgreich zu gestalten.

    Das sogenannte Berliner Transitionsprogramm ermöglicht einen deutlich verbesserten und gezielteren Übergang in die Erwachsenen-Diabetologie. Dank einer Spende des Fördervereins Diabolinos über 15.000 Euro konnte nun eine qualifizierte Diabetes-Beraterin angestellt werden, die das bewährte Programm zusammen mit dem Diabetes-Team in der Kinderklinik des Marien-Hospitals einführen und etablieren wird.

    Kontakt:
    Oberarzt Dr. Dirk Bierkamp-Christophersen
    Facharzt für Kinderheilkunde, Kinderdiabetologe, Kinderendokrinologe 

    Terminabsprache:
    Sekretariat
    Tel.: 0281 104-1656

  • Kinder-Endokrinologie

    Bei Erkrankungen der inneren Drüsen (Endokrinologie) beschäftigen wir uns insbesondere mit der Abklärung und Behandlung von Wachstums- und Pubertätsstörungen, aber auch von Erkrankungen beispielsweise der Schilddrüse oder der Nebennieren.

    Häufig kann die entsprechende Diagnostik und weiterführende Betreuung ambulant in unserer Spezialsprechstunde erfolgen; hier betreuen wir Kinder mit Hormonstörungen auch langfristig, beispielsweise bei Wachstumshormonmangel oder einer Wachstumshormontherapie aufgrund einer genetischen Störung. Stationäre Aufnahmen werden gelegentlich in Notfällen erforderlich. Sie finden aber auch geplant statt, um aufwändigere Untersuchungen vorzunehmen oder eine spezifische Therapie einzuleiten. In solchen Fällen erfolgt meist zuvor ein Kontakt innerhalb der Sprechstunde.

    Kontakt:
    Oberarzt Dr. Dirk Bierkamp-Christophersen
    Facharzt für Kinderheilkunde, Kinderdiabetologe, Kinderendokrinologe 

    Terminabsprache:
    Sekretariat
    Tel.: 0281 104-1656

  • Kinderneurologie (Neuropädiatrie)

    Die Untersuchung und Behandlung von Kindern mit neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Krampfleiden, Zerebralparesen, Fehlbildungen des Zentralen Nervensystems, Krankheiten der Nerven und Muskeln sowie Entwicklungsstörungen ist nicht nur Gegenstand der ambulanten Arbeit in unserem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), sondern auch ein Schwerpunkt in unserem stationären Bereich. Insbesondere im Rahmen unseres Epilepsie-Schwerpunktes diagnostizieren und behandeln wie Kinder und Jugendliche mit Anfallsleiden und schulen sie und ihre Eltern im Umgang mit der Erkrankung.

    Die langfristige ambulante Betreuung – sofern erforderlich – kann im SPZ erfolgen, wobei gelegentlich weitere stationäre Aufnahmen zu Kontrolluntersuchungen oder Therapieumstellungen erforderlich werden. Das verantwortliche Team der Station ist sehr eng mit den ambulant tätigen Mitarbeiten des SPZ vernetzt, um Diagnostik und Therapien abzustimmen bzw. sinnvoll zu ergänzen.
     

    Fachpublikum

    Für pädiatrische Patienten mit neurologischen / epileptologischen und sozialpädiatrischen Problemen bieten wir im Hause das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie an, das in der Darstellung unseres Sozialpädiatrischen Zentrums erläutert wird. Weitere Informationen finden Sie im Qualitätsbericht.


    Kontakt:

    Gudrun Schulze Frenking (Oberärztin)
    Fachärztin für Kinderheilkunde, Neuropädiatrie

    Dr. med. Daniela Goßen-Bauerfeind (stv.)
    Fachärztin für Kinderheilkunde

    Terminabsprache:
    Sekretariat Tanja Görlich
    Tel.: 0281 104-1170
    sekretariat.paediatrie.mhw(at)prohomine.de

  • Neonatologie

    Das neonatologische Team betreut alle gesunden und kranken Früh- und Neugeborenen im Marien-Hospital. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der geburtshilflichen Abteilung beginnt unsere Arbeit bereits vor der Geburt eines Kindes. In regelmäßigen gemeinsamen Besprechungen werden vorhersehbare Risikogeburten optimal vorbereitet. Unsere Intensiv-Betreuungseinheit ist dem Kreißsaal unmittelbar angebunden. So werden lange Transportwege für die Neugeborenen vermieden. Uns stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, um auch extrem kleine Frühgeborene zu behandeln. Es können alle Formen der konventionellen Beatmung sowie die Hochfrequenz-Oszillation angewandt werden.

    Nicht mehr als nötig

    Wir behandeln nach dem Prinzip des „Minimal Handlings“, das heißt, alle invasiven Methoden werden auf das unbedingt notwendige Maß reduziert. Wir vertreten den Grundsatz: „So viel Intensivmedizin wie nötig, so wenig wie möglich!“ Für die Diagnostik stehen uns Sonographie, Röntgen, EKG und EEG unmittelbar am Bett des Kindes zur Verfügung.  

    Besonders großen Wert legen wir auf die Förderung der Eltern-/Kind-Beziehung. Wir unterstützen ausdrücklich das Stillen und bemühen uns möglichst gleich nach der Geburt, den Körperkontakt mit den Eltern auch bei Früh- und kranken Neugeborenen zu ermöglichen (Känguru-Methode). Zur Unterbringung der Mütter stehen zwei 2-Bett-Zimmer im Souterrain der Kinderklinik zur Verfügung.  

    Für alle Probleme rund um die Früh- und kranken Neugeborenen auch über den stationären Aufenthalt hinaus steht unser interdisziplinäres „Frühchenteam“, bestehend aus Psychologinnen, Heilpädagoginnen, Kinderkrankenschwestern und Ärztinnen der neonatologischen Station, des Sozialpädiatrischen Zentrums und der Frühförderstelle, zur Verfügung. Wir veranstalten regelmäßige Elterngesprächsrunden auf der Station, an jedem ersten Donnerstag im Monat einen „Frühchentreff“  sowie einmal im Jahr ein Treffen ehemaliger Frühgeborener.  
     

    Projekt zur Beratung und Hilfe direkt nach der Geburt                                                                    

    Das Projekt „Frühe Hilfen“ am Marien-Hospital ist ein niederschwelliges Angebot vor Ort, das den Kinderärzten und Geburtshelfern des Marien-Hospitals seit Jahren ein wichtiges Anliegen ist.
    Die Verantwortung dafür hat Melanie Krämer.

    Die gelernte Kinderkrankenschwester arbeitet im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation. Sie  bietet allen Frauen, die im Marien-Hospital entbinden, ein Beratungsgespräch unter vier Augen und bei Wahrung der Schweigepflicht an. Melanie Krämer informiert die frisch gebackenen Mütter (und natürlich auch Väter) über Hilfsangebote, damit es ihrem Kind in jeder Hinsicht gut geht, damit es gesund bleibt und glücklich und zufrieden aufwachsen kann. Bis zu drei Jahre nach der Entbindung können Mütter das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen.

    Möglich macht dies langfristig das Projekt Netzwerk Kinderzukunft, eine bundesweite Initiative des Familien-Ministeriums. In Wesel sind Stadt und Kreis in das Projekt eingebunden, das auch vom Marien-Hospital unterstützt wird.

    Melanie Krämer verweist zum Beispiel auf den Fachdienst „Frühe Hilfen“ des städtischen Jugendamtes, ein gut funktionierendes Netzwerk, das bei Problemen helfen kann. Die Bandbreite umfasst gesundheitliche, psychologische, finanzielle und soziale Beratung, aber auch Angelegenheiten der Erziehung.

    Kooperationspartner des Projekts sind im Marien-Hospital die Geburts- und die Kinderklinik, das Sozialpädiatrische Zentrum und die Interdisziplinäre Frühförderstelle, darüber hinaus Frauenärzte, Kinderärzte, Gesundheitsamt, Jugendamt, freie Träger der Jugendhilfe und kirchliche Einrichtungen in der Stadt und im Kreis Wesel. Melanie Krämer stellt das Projekt bei den regelmäßigen Infoabenden für Schwangere vor.

    Kontakt: Melanie Krämer, Tel.: 0281 104-62302
    Melanie.Kraemer(at)prohomine.de

    Informationen zur Neonatologie
     

    Fachpublikum

    Chefärztin Prof. Dr. Monika Gappa und Oberarzt Arnd Jacobs besitzen die Schwerpunktbezeichnung Neonatologie. Wir behandeln als Perinatalzentrum Level II  entsprechend den Vorgaben des gemeinsamen Bundesauschusses für Qualitätssicherung in der Medizin (GBA) auch extrem kleine Frühgeborene und Risikoneugeborene.

    Für die Behandlung Früh- und Neugeborener bestehen in unserem Hause folgende Voraussetzungen:

    • acht Intensivplätze, davon vier Beatmungsplätze mit der Möglichkeit der transcutanen Kohlendioxid-Messung, ZVD- und arterieller Druckmessung
    • zwölf neonatologische Überwachungsplätze 
    • zentrale Monitorüberwachung (Philips IntelliVue) für 14 Bettplätze 
    • Beatmungsgeräte Babylog 8000 (Draeger) einschließlich Hochfrequenzoszillation 
    • non-invasive Beatmungsgeräte (Infantflow und Infantflow Advance) 
    • permanent verfügbares Ultraschallgerät im Bedarfsfall Ultraschallgerät Philips HD 7 einschließlich Echokardiographie  
    • mobiles Röntgengerät vor Ort 
    • CT/MRT im Hause möglich
    • amplitudenintegriertes EEG (aEEG) 
    • neurologische Diagnostik in Zusammenarbeit mit dem SPZ 
    • bei psychosozialen Problemen und in allen Fällen der Entwicklungsbegleitung: Zusammenarbeit im interdisziplinären Frühchenteam (Frühchen-Konzept)


    Kontakt

    Oberarzt Arnd Jacobs
    Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
    arnd.jacobs(at)prohomine.de

    Terminabsprache:
    Sekretariat: 0281 104-1170

  • Ultraschalldiagnostik

    Die Ultraschalluntersuchung gilt in der Kinderheilkunde als das bildgebende Verfahren der ersten Wahl, weil sie schmerzfrei und frei von Nebenwirkungen, daher auch beliebig oft wiederholbar ist und weil sie gerade bei Kindern sehr detaillierte Befunde liefert. Wir legen deshalb großen Wert auf eine großzügige Anwendung dieser Technik.

    Die Qualifikation des Ltd. Oberarztes Dr. med. Rüdiger Kardorff zur Durchführung auch besonders anspruchsvoller Untersuchungen („Stufe-III-Diagnostik“) sowie zur spezialisierten Weiterbildung anderer Kinderärzte ist von der entsprechenden wissenschaftlichen Fachgesellschaft (DEGUM) anerkannt. In der Kinderklinik betreiben wir ein speziell auf die Anwendung bei Kindern zugeschnittenes Ultraschallsystem der höchsten Leistungsklasse. Es ermöglicht die optimale Untersuchung aller Organe bei Kindern aller Altersklassen.

    Um dieses Gerät und unser spezielles Know-how auch Patienten außerhalb des stationären Bereiches zugutekommen zu lassen, haben wir spezielle Ultraschallambulanzen eingerichtet.

    Fachpublikum
    Ltd. Oberarzt Dr. Kardorff ist seit 1999 von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) als Ausbilder anerkannt sowie zur Anwendung der „Stufe-III-Diagnostik“ zertifiziert. Seit 2008 ist er als Seminarleiter der Sektion Pädiatrie der DEGUM zum „Ausbilder der Ausbilder“ bestellt.
    Seine vertragsärztliche Ermächtigung bezieht sich auf Kinder bis zum 18. Lebensjahr, auf Zuweisung niedergelassener Kinderärzte oder internistischer Gastroenterologen, zur Durchführung von Ultraschalluntersuchungen sämtlicher Organsysteme mit Ausnahme der speziellen kardiologischen Ultraschalldiagnostik.

    Die Untersuchungen erfolgen mit einem High-End-Farbdopplersystem (GE Loqiq E9 mit externer Befundungs- / Archivierungsworkstation), ausgestattet mit Sektor-, Konvex- und Linearschallköpfen zwischen 4 und 15 MHz, die allgemeine, kardiologische und Nahfeld- / Weichteilsonographie in allen Altersgruppen ermöglichen.

    Weitere Informationen finden Sie im Qualitätsbericht.

    Kontakt:
    Ltd. Oberarzt Dr. med. Rüdiger Kardorff
    Facharzt für Kinderheilkunde, Kindergastroenterologie
    DEGUM-Ausbilder, Stufe-III-Diagnostik gem. DEGUM
    ruediger.kardorff(at)prohomine.de

    Für kardiologische Ultraschalldiagnostik:
    Funktions-Oberarzt Arnd Jacobs

    Terminabsprache über das Sekretariat:
    Tel.: 0281 104-1170

    Sekretariat.paediatrie.mhw(at)prohomine.de

  • Sozialpädiatrisches Stationsteam

    Eine stationäre Behandlung in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin kann auch bei sozialpädiatrischen Fragestellungen empfehlenswert sein. Darüber hinaus können Angebote unseres sozialpädiatrischen Teams helfen, wenn Ihr Kind zur medizinischen Behandlung in der Kinderklinik stationär aufgenommen ist. Unser Team setzt sich aus Mitarbeitern der Fachrichtungen Pädagogik, Psychologie, Medizin und Kinderkrankenpflege zusammen. Gemeinsam mit den Kinderstationen möchten wir eine optimale Behandlung ihres Kindes gewährleisten.

    Wir bieten an:

    • pädagogische und psychologische Diagnostik und Beratung, z. B. Entwicklungs- und Leistungsdiagnostik mit Förderberatung
    • Anleitung von Kindern und Eltern nach psychotherapeutischen Methoden
    • videogestützte Interaktionsanalyse und Beratung
    • neuropädiatrische Diagnostik (z. B. EEG, MRT, spezielle Laboruntersuchungen) und Behandlung
    • Kooperation mit den anderen Fachabteilungen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
       

    Wir

    • bieten bei spezifischen Fragestellungen (z. B. ADHS, Schulleistungsproblemen, Regulation) eine gezielte und multiprofessionelle Diagnostik und Behandlung nach anerkannten Leitlinien an.
    • leiten umfassend Untersuchungen, Beratung und Therapie bei neurologischen Erkrankungen, wie z. B. Epilepsie und Entwicklungsstörungen, ein.
    • geben Hilfestellung bei der Verarbeitung schwerwiegender und chronischer Erkrankungen, wie z. B. Mukoviszidose und Diabetes.
    • weisen erste Wege aus der Krise bei z. B. Angst, Überforderung oder selbstschädigendem Verhalten
    • sind für Sie da, wenn der Körper mit Krankheit und Schmerzen auf Stress oder scheinbar unlösbare Konflikte reagiert
    • unterstützen Sie auf Wunsch in der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z. B. Schule) und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wo Sie auch nach dem stationären Aufenthalt Hilfe und Unterstützung finden können.
       

    Sie

    • finden Beratung und konkrete Anleitung bei spezifischen Verhaltensweisen Ihres Kindes
    • haben in Ausnahmesituationen (z. B. exzessives Schreien, Schlafstörungen) die Möglichkeit der zeitnahen stationären Aufnahme
    • finden bei uns ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Nöte
       

    Gemeinsam
    mit Ihnen können wir während Ihres stationären Aufenthaltes

    • Alltagssituationen wie Essen, Schlafen, Sozialverhalten beobachten, um neue Wege zu finden
    • zeitnah und intensiv mit Ihnen nach Lösungsmöglichkeiten suchen
    • bei Krisensituationen helfen, erst einmal Abstand zu gewinnen
       

    Kontakt
    Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) unter der Tel.: 0281 104-1670, oder während des stationären Aufenthaltes Ihres Kindes in Absprache mit dem Stationsarzt.

  • Palliativmedizin bei Kindern

    Was bedeutet Kinderpalliativmedizin?

    Wenn eine Krankheit nicht geheilt werden kann und zu einer Verkürzung der Lebenserwartung führt, setzt die Palliativmedizin ein. Ziele der Behandlung sind der Erhalt der bestmöglichen Lebensqualität, die Unterstützung der Teilhabe des Kindes am Alltagsgeschehen sowie die Kontrolle belastender Symptome. Dazu arbeiten speziell ausgebildete Ärzte, Kinderkrankenschwestern und verschiedene Therapeuten im Team eng zusammen.

    Kinderpalliativmedizin ist eine ganzheitliche Betreuung, die die körperlichen, geistigen und spirituellen Bedürfnisse des erkrankten  Kindes und seiner Familie berücksichtigt, um in schwierigen Situationen Sicherheit und Perspektive zu geben. Sie umfasst den Zeitraum von der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung bis zum Tod und die nachfolgende Trauerphase. Dies führt zu einer individuellen Behandlung der Kinder und bedürfnisorientierten Begleitung der Familien über meist viele Jahre.

    Welche Kinder und Jugendliche können die medizinischen und psychosozialen Angebote der Palliativarbeit nutzen?

    Was bedeutet "erheblich lebensverkürzende Erkrankungen"?

    • Lebensbedrohliche Erkrankungen, bei denen eine Behandlung grundsätzlich möglich ist aber scheitern kann (z.B. Krebserkrankungen, akutes Organversagen, extreme Frühgeborene)
    • Erkrankungen, die trotz intensiver Therapie mit einer verkürzten Lebenserwartung einhergehen (z.B. Muskeldystrophie, zystische Fribrose, niedrigmaligne Hirntumore)
    • Fortschreitende Erkrankungen ohne Möglichkeit der Heilung und einer Dauer von Jahren, für die nur palliative Behandlungsmöglichkeiten bestehen (z.B. Mucopolysaccharidose, Adrenoleukodystrophie, Muskeldystrophie)
    • Nicht heilbare, jedoch nicht fortschreitende Erkrankungen mit schweren, meist neurologischen Beeinträchtigungen, die plötzlich zu einer unvorhersehbaren Verschlechterung und zum Tod führen können(z.B. Schwere Zerebralparese, Bronchopulmonale Dysplasie)
       

    Wir möchten den Familien mit ihrem schwererkrankten Kind folgende Unterstützung anbieten:

    für die erkrankten Kinder:

    • Erhaltung der bestmöglichen Lebensqualität
    • Linderung leidvoller Krankheitserfahrung
    • Sicherstellung der Ernährungssituation
    • Eigenständiges Leben und Teilnahme an passiven und aktiven Aktivitäten (Spielen, Vorlesen, Musiktherapie)
    • Ganzheitliche Betreuung auf der geistigen, spirituellen und sensorischen Ebene

    für die betroffenen Eltern und Geschwistern:

    • Hilfen in akuten Krisensituation (Krankheitsbewältigung, veränderte Lebenssituation, Sterben , Tod u. Trauer zu Hause oder im Krankenhaus)
    • Angebote  für pädagogische, psychologische oder pyschiatrische Begleitung, Beratung und gegebenenfalls Therapie
    • Entlastung im Familienalltag durch Paten, Hilfsmittelversorgung, Vermittlung zu stationären und ambulanten Hospizdiensten