Aktuelle Studien des Brustzentrums

  • ILC = Charakterisierung von invasiven lobulären Mammakarzinomen und deren Metastasen

    Charakterisierung von invasiv lobulären Mammakarzinomen und deren Metastasen Retrospective unicenter / prospective multicenter / IIT

    Studienleitung: Dr. med. Maria M. Karsten, Charité Campus Mitte Berlin

    In Kooperation mit: Prof. Carsten Denkert, Institutsdirektor, Institut für Pathologie Universitätsklinikum Marburg

    Studienstatus: rekrutierend

    Zielkriterien

    Primäres Ziel:

    • Korrelation der Mutationsprofile von Primärtumor und Metastase anhand tumorspezifischer Gene und den molekularen Biomarkern
    • Korrelation der Mutationsprofile mit klinischen Parametern wie TNM-Klassifikation, Therapieregime, Bildgebung und Krankheitsverläufe
  • MELODY = MEthods for LOcalization of Different types of breast lesions

    Eine prospektive, nicht-interventionelle, multizentrische Kohortenstudie zur Bewertung verschiedener bildgesteuerter Methoden zur Lokalisierung maligner Brustläsionen.

    Leitung des deutschen Steering Committees: Prof. Dr. med. Nina Ditsch
    Internationale Studienleitung: PD Dr. med. Maggie Banys-Paluchowski

    Sponsor: EUBREAST GmbH in Kooperation mit EUBREAST e.V.

    Studienstatus: rekrutierend

    Zielkriterien:

    1. Primäres Ziel:
    • Beabsichtigte Entfernung von Zielläsionen und/oder Markern, unabhängig vom Randstatus in der endgültigen Histopathologie.
    • Rate der negativen Resektionsränder (definiert als Entfernung der Läsion ohne invasives oder nicht-invasives Karzinom) bei der ersten Operation


    2. Sekundäre Ziel:

    • Rate der zweiten Operation
    • Raten der sekundären Mastektomie
    • Resektionsrate, definiert als tatsächliches Resektionsvolumen geteilt durch das berechnete optimale Probenvolumen
    • Dauer der Operation bei BC-Patienten, definiert als Zeit zwischen dem ersten Schnitt und dem Ende des Hautverschlusses (Patienten, die gleichzeitig rekonstruktiv, onkoplastisch oder kontralateral operiert werden, werden von dieser Analyse ausgeschlossen)
    • Dislokationsraten der Marker
    • Raten des Versagens der Markerplatzierung, d. h. Markerdislokation, die die Platzierung eines zweiten Markers erfordert
    • Raten von Lokalisierungsfehlern, d. h. fehlgeschlagene Entfernung des Markers oder der Läsion oder Notwendigkeit des Wechsels zu einer anderen intraoperativen Lokalisierungsmethode
    • Vergleich der vom Patienten berichteten Ergebnisse (z. B. Unbehagen des Patienten, Schmerzniveau und Beeinträchtigung der Atmung)
    • Vergleich der Zufriedenheit des Diagnostikers/Radiologen mit der Markierungstechnik
    • Vergleich der Zufriedenheit des Chirurgen mit der Lokalisierungstechnik
    • Rate der "verlorenen Marker" (definiert als Marker, die vor der Operation gesetzt und bei der Operation nicht wiedergefunden wurden)
    • Volumen und Gewicht des resezierten Gewebes
    • Auswirkung der Erfahrung der Studienzentren auf andere Ergebnismessungen, abhängig von der verwendeten Lokalisierungstechnik
    • Einfluss der selbst angegebenen ethnischen Zugehörigkeit auf andere Ergebnisgrößen
    • Bewertung der chirurgischen Behandlungsstandards in verschiedenen Ländern
    • Bewertung der für verschiedene Lokalisierungstechniken erforderlichen wirtschaftlichen Ressourcen (Materialkosten, Operationszeit usw.)
    • Bewertung von MRI-Artefakten
    • Bewertung der Komplikationsraten im Zusammenhang mit der Markerplatzierung
    • Bewertung der perioperativen Komplikationsraten
  • Registerstudie Mamma Ca des Mannes

    Mammakarzinom des Mannes
    = prospektive Registerstudie

    Das Mammakarzinom des Mannes stellt eine seltene Tumorerkrankung dar. Damit verbunden ist eine schlechte einheitliche Datenlage bezüglich der Diagnostik und Therapie. Kliniker sind auf Ergebnisse aus Studien mit kleinen Fallzahlen und retrospektiven Erhebungen angewiesen. Das klinische Management dieser Erkrankung basiert immer noch auf Ergebnissen generiert durch die Forschung des Mammakarzinoms der Frau.

    http://www.mammakarzinom-des-mannes.de/

    Studienstatus: rekrutierend

    Zielkriterien:

    1. Primäres Ziel:

    • Prospektive Erfassung der Primärfälle mit der Bestimmung des rezidiv freien Überlebens

    2. Sekundäres Ziel:

    • Bestimmung des Gesamtüberlebens
    • Stadium und biologische Eigenschaften des Mammakarzinoms
    • Evaluierung der Therapiemodalitäten (Medikamente, CHT, OP-Typ, Bestrahlung)
    • Sensitivität der Diagnostik (klinische Untersuchung, Ultraschall, Mammographie)
    • Bestimmung histopathologischer Faktoren am Tumorgewebe
  • Pregnancy (GBG 29)

    Pregnancy (GBG 29)
    = prospektive und Retrospektive Registerstudie zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft mit jungen, nicht schwangeren Patientinnen (<40Jahre) als Vergleichskohorte

    Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung der Frau nach dem 25. Lebensjahr. Das Alter der Erstgebärenden steigt stetig an und liegt mittlerweile bei 30 Jahren. Die Inzidenz des Mammakarzinoms v.a. der prämenopausalen Patientin erhöht sich ebenfalls, daher steigt auch die Inzidenz des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft. Da über diese Patientinnengruppe nur sehr wenige Daten vorliegen, sollen mit der Studie Daten zum Mammakarzinom in der Schwangerschaft prospektiv und retrospektiv erhoben werden.

    https://www.gbg.de/de/studien/bcp.php

    Studienstatus: rekrutierend

    Zielkriterien:

    1. Primäres Zielkriterium:

    • Fetal Outcome 4 Wochen nach Entbindung

    2. Sekundäre Zielkriterien :

    • Mütterliches Outcome bezüglich der Schwangerschaft
    • Stadium und biologische Eigenschaften des Mammakarzinoms
    • Mamma-Karzinom-Therapie (Medikamente, Ansprechen auf CHT, OP-Typ)
    • Sensitivität und Spezifität der Diagnostik, klinische Untersuchung, Ultraschall, Mammographie, MRT
    • Outcome des Neugeborenen nach Therapie
    • Outcome des Mammakarzinoms nach Therapie
    • Anzahl der Schwangerschaften nach Mammakarzinom
    • Biologie des Tumors von schwangeren Patientinnen gemessen im Vergleich zu jungen nicht-schwangeren Frauen
    • Alle Parameter werden mit jungen nicht-schwangeren Frauen verglichen
  • HerediCaRe

    Nationales Register zur Evaluierung und Verbesserung risiko-adaptierter Prävention für erblichen Brust- und Eierstockkrebs.

    Projektleitung:

    Deutsche Konsortium Familiärer Brust -und Eierstockkrebs Universitätsklinikum Köln, Kerpenerstr. 62, 50937 Köln
    https://familiaerer-brust-und-eierstockkrebs.uk-koeln.de/

    Studienstatus: rekrutierend

    Zielkriterien:

    • Durch strukturierte Datenerfassung  und molekularer Gen-Analyse sowie die Durchführung präventiver Maßnahmen soll eine stetige Verbesserung des Beratungs- und Betreuungskonzepts für Hochrisikofamilien erreicht werden
  • AXSANA (AXillary Surgery After NeoAdjuvant Treatment) NCT: 04373655

    Prospektive, multizentrische Registerstudie zur Bewertung verschiedener leitlinienkonformer Operationsverfahren in der Axilla (Sentinel-Node Biopsie, Targeted Axillary Dissection, Axilladissektion) nach neoadjuvanter Chemotherapie

    Leitung des deutschen Steering Commitee: PD Dr. med. Maggie Banys-Paluchowski

    Sponsor: EUBREAST GmbH in Kooperation mit EUBREAST e.V.

    Studienstatus: in Planung

    Zielkriterien 

    1. Primäres Zielkriterium:
    • Erfassung des 5-Jahres invasiv-krankheitsfreien Überlebens (iDFS, invasive disease-free survival) für die verschiedenen OP-Techniken (ALND, TAD, SLNB, TLNB) im cN+ → ycN0 Kollektiv
    • Erfassung der 3-Jahres Rate von axillären Rezidiven für die verschiedenen OP-Techniken (ALND, TAD, SLNB, TLNB) im cN+ → ycN0 Kollektiv
    • Erfassung der Lebensqualität und der Armmorbidität nach den verschiedenen OP-Techniken
    1. Sekundäre Zielkriterien :
    • Erfassung der Durchführbarkeit der verschiedenen Verfahren
    • Erfassung der Rate an erfolgreichem Nodalstaging
    • Erfassung der Anzahl resezierter Lymphknoten bei den verschiedenen Verfahren und deren Korrelation mit der Komplikationsrate, der Armmorbidität und der Lebensqualität
    • Erfassung der Schnitt-Naht-Zeit als Surrogatparameter für den operativen Aufwand
    • Erfassung der Rate an nodalpositiven Patientinnen
    • Erfassung von technischen Faktoren (Markierungstechnik)
    • Einfluss der Erfahrung des Zentrums auf die Erfolgsraten der TAD
    • Erfassung der Versorgungsrealität in einzelnen Ländern und innerhalb Europas
    • Erfassung des Vorgehens bei positivem Nodalstatus (ypN+) nach NACT (Axilladissektion vs. Strahlentherapie)
    • Erfassung des iDFS für Patientinnen mit einem ypN+ Status, die eine Axilladissektion und/oder eine Strahlentherapie erhalten
    • Analyse der Faktoren, die zur verminderten Lebensqualität und subjektiven Symptomen der Armmorbidität beitragen
    • Erfassung des Aufwands der verschiedenen Verfahren (Materialkosten, Operationsdauer etc.)
  • Studiennetzwerk – Rhein Ruhr

    Studiennetzwerk – Rhein Ruhr

    KEM
    Evang. Kliniken Essen-Mitte
    Evang. Huyssens-Stifung Essen-Huttrop

    Das Brustkrebszentrum Marien-Hospital Wesel (MHW) ist aktiv im Studiennetzwerk – Rhein Ruhr tätig. Initiiert wurde das Netzwerk von der Klinik für Senologie/ interdisziplinäres Brustkrebszentrum unter der Leitung von Prof. Dr. S. Kümmel.

    Im Kollegialen Austausch werden neue Behandlungsstrategie bezogen auf das Mammakarzinom vorgestellt, besprochen und kontrovers diskutiert. Aktive und Publizierte Studien aus dem In- und Ausland werden vorgestellt und bilden die weltweite Entwicklung in der Therapie des Mammakarzinoms ab.

    https://kem-med.com/kompetenz-in-kliniken/fachkliniken/senologie-brustzentrum/studien/

    Ziel des Studiennetzwerks Rhein Ruhr ist es, unabhängig vom Status der Erkrankung Patientinnen die Teilnahme an Studien zu ermöglichen.

    Nach Besprechung des Patientenfalls in der Interdisziplinären Tumorkonferenz und in Abhängigkeit der Histopathologischen Eigenschaften des Primärtumors u/o Metastasen kann eine Empfehlung zur Vorstellung im Studiensekretariat der KEM ausgesprochen werden. Die Studienauswahl ist abhängig von der Therapiesituation und wird dem Patienten individuell angeboten. Der Prüfarzt des Brustkrebszentrums MHW ist über die Studiensituation des Netzwerks informiert und kann die Patientin über geeignete Studien und Inhalte informieren. Ob die Therapie am Studienzentrum der KEM stattfindet oder am Brustkrebszentrum MHW, ist abhängig von Art und Inhalt der Studie. In jedem Fall erfolgt eine individuelle Beratung im Brustkrebszentrum bzw. an der KEM über Optionen der Behandlung.

    Gerne stellen wir den ersten Kontakt für Sie her.
    E-Mail: senostudien(at)kem-med.com


    Laufende Studien am Zentrum (KEM)

    Neoadjuvante Therapie
    Präoperative oder primär systemische Chemotherapie, die verwendet wird, um einen nichtoperablen oder großen Tumor zu verkleinern.

    Adjuvante Therapie
    Vorbeugende therapeutische Maßnahmen, die eventuell vorhandene Krebszellen zerstören und Rückfälle vermeiden.

    Palliative Therapie
    Therapie, die auf Erhaltung von Lebensqualität bzw. auf die Lebensverlängerung bei unheilbaren (inkurablen) Tumoren gerichtet ist. Dazu gehören z. B. die Linderung von Schmerzen, Bekämpfung von anderen Krankheitserscheinungen, Verhinderung von sich abzeichnenden Problemen.

    *aufgrund der verschiedenen Phasen der Studien wird auf die Auflistung der Studien verzichtet.

  • SenTa 2

    Prospektive, multizentrische Registerstudie zur Evaluierung der Falsch-Negativ-Rate der gezielten axillären Dissektion beim primären Mammakarzinom mit initial ≥ 3 suspekten Lymphknoten unter neoadjuvanter systemischer Therapie.

    Prof. Dr. med. Sherko Kümmel & Dr. med. Mattea Reinisch
    KEM | Evang. Kliniken Essen-Mitte

    Studienstatus: in Planung

    Zielkriterien:

    1. Primäres Ziel:

    • Bestimmung der FNR von erfolgreicher TAD (mindestens jeweils ein SLN + TLN, inklusive SLN = TLN) bei 150 Patienten mit yc
  • Pro B

    PRO B – Neue Wege in der Versorgung bei metastasiertem Brustkrebs
    = prospektive, multizentrische, randomisierte zweiarmige Interventionsstudie

    In PRO B wird eine neue Form der Versorgung entwickelt und deren Wirksamkeit durch eine Studie überprüft. Mit Hilfe einer App werden die teilnehmenden Patientinnen entweder wöchentlich oder dreimonatlich zu ihrem Befinden und ihrer Lebensqualität befragt. In der Gruppe der wöchentlich befragten Patientinnen wird bei Verschlechterung des durch die Befragung angezeigten Gesundheitszustandes ein Alarm im behandelnden Brustkrebszentrum ausgelöst. Dieses nimmt im Anschluss Kontakt zur Patientin auf, um die Verschlechterung zu konkretisieren. PRO B gibt keine Vorgaben zu den daraufhin eventuell einzuleitenden Maßnahmen. Hierüber entscheiden die Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit der Patientin selbst. In der Gruppe der dreimonatlich befragten Patientinnen wird kein Alarm ausgelöst. Für diese Patientinnen wird zum Abschluss der Studie ein Bericht über die Befragungen verfasst, der als Gesprächsgrundlage mit den Behandelnden dienen kann.

    https://pro-b-projekt.de/

    Studienstatus: beendet

  • Ultra3detect

    Ultra3detect
    = prospektive Registerstudie

    Erfassung der Durchführbarkeit einer Ultraschall-gesteuerten Clipmarkierung beim primären Mammakarzinom unter neoadjuvanter Therapie.

    Studienkoordination: Kliniken Essen-Mitte Klinik f. Senologie/ Interdisziplinäres Brustzentrum

    Studienstatus: beendet

Studienbüro

Doctor-medic (RO) Akbar Ferdosi

Principal Investigator

Chefarzt Senologie & Ästhetische Chirurgie

0281 104-1550 Akbar.Ferdosi(at)prohomine.de

Melanie Adamitz-Reyers

Teamleitung

0281 104-61115 Melanie.Adamitz-Reyers(at)prohomine.de

Jeanette Ernsting

Ansprechpartnerin

0281 104-61264 Jeanette.Ernsting(at)prohomine.de