Aktuelle Studien zu Tumoren der Brust

  • Registerstudie Mamma Ca des Mannes

    Mammakarzinom des Mannes
    = prospektive Registerstudie

    Das Mammakarzinom des Mannes stellt eine seltene Tumorerkrankung dar. Damit verbunden ist eine schlechte einheitliche Datenlage bezüglich der Diagnostik und Therapie. Kliniker sind auf Ergebnisse aus Studien mit kleinen Fallzahlen und retrospektiven Erhebungen angewiesen. Das klinische Management dieser Erkrankung basiert immer noch auf Ergebnissen generiert durch die Forschung des Mammakarzinoms der Frau.

    http://www.mammakarzinom-des-mannes.de/

    Zielkriterien:

    1. Primäres Ziel:

    • Prospektive Erfassung der Primärfälle mit der Bestimmung des rezidivfreien Überlebens

    2. Sekundäres Ziel:

    • Bestimmung des Gesamtüberlebens
    • Stadium und biologische Eigenschaften des Mammakarzinoms
    • Evaluierung der Therapiemodalitäten (Medikamente, CHT, Op-Typ, Bestrahlung)
    • Sensitivität der Diagnostik (klinische Untersuchung, Ultraschall, Mammographie)
    • Bestimmung histopathologischer Faktoren am Tumorgewebe
  • Pregnancy (GBG 29)

    Pregnancy (GBG 29)
    = prospektive und Retrospektive Registerstudie zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft mit jungen, nicht schwangeren Patientinnen (<40Jahre) als Vergleichskohorte

    Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung der Frau nach dem 25. Lebensjahr. Das Alter der Erstgebärenden steigt stetig an und liegt mittlerweile bei 30 Jahren. Die Inzidenz des Mammakarzinoms v.a. der prämenopausalen Patientin erhöht sich ebenfalls, daher steigt auch die Inzidenz des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft. Da über diese Patientinnengruppe nur sehr wenige Daten vorliegen, sollen mit der Studie Daten zum Mammakarzinom in der Schwangerschaft prospektiv und retrospektiv erhoben werden.

    https://www.gbg.de/de/studien/bcp.php

    Zielkriterien:

    1. Primäres Ziekriterium:

    • Fetal outcome 4 Wochen nach Entbindung

    2. Sekundäre Zielkriterien :

    • Mütterliches outcome bezüglich der Schwangerschaft
    • Stadium und biologische Eigenschaften des Mammakarzinoms
    • Mamma-Karzinom-Therapie (Medikamente, Anprechen auf CHT, Op-Typ)
    • Sensitivität und Spezifität der Diagnostik, klinische Untersuchung, Ultraschall, Mammographie, MRT
    • Outcome des Neugeborenen nach Therapie
    • Outcome des Mammakarzinoms nach Therapie
    • Anzahl der Schwangerschaften nach Mammakarzinom
    • Biologie des Tumors von schwangeren Patientinnen gemessen im Vergleich zu jungen nicht-schwangeren Frauen
    • Alle Parameter werden mit jungen nicht-schwangeren Frauen verglichen
  • Pro B

    PRO B – Neue Wege in der Versorgung bei metastasiertem Brustkrebs
    = prospektive, multizentrische, randomisierte zweiarmige Interventionsstudie

    In PRO B wird eine neue Form der Versorgung entwickelt und deren Wirksamkeit durch eine Studie überprüft. Mit Hilfe einer App werden die teilnehmenden Patientinnen entweder wöchentlich oder dreimonatlich zu ihrem Befinden und ihrer Lebensqualität befragt. In der Gruppe der wöchentlich befragten Patientinnen wird bei Verschlechterung des durch die Befragung angezeigten Gesundheitszustandes ein Alarm im behandelnden Brustkrebszentrum ausgelöst. Dieses nimmt im Anschluss Kontakt zur Patientin auf, um die Verschlechterung zu konkretisieren. PRO B gibt keine Vorgaben zu den daraufhin eventuell einzuleitenden Maßnahmen. Hierüber entscheiden die Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit der Patientin selbst. In der Gruppe der dreimonatlich befragten Patientinnen wird kein Alarm ausgelöst. Für diese Patientinnen wird zum Abschluss der Studie ein Bericht über die Befragungen verfasst, der als Gesprächsgrundlage mit den Behandelnden dienen kann.

    https://pro-b-projekt.de/

    Zielkriterien:

    Evaluation der Auswirkungen eines intensivierten Patient- Reported Outcome (PRO)-Monitorings auf Lebensqualität, Gesamtüberleben und Behandlungskosten speziell für Patientinnen mit metastasierten Mammakarzinom.

    Primärer Endpunkt
    Fatigue nach 12 und ggf. 24 Monaten

    Sekundäre Endpunkte
    Sekundäre Ziele sind die Verbesserung des Gesamtüberlebens sowie die Reduktion ungeplanter ärztlicher Konsultationen, Hospitalisierung und Rettungsstellenaufenthalten nach 6,12 und ggf. 24 Monaten .

  • Studiennetzwerk – Rhein Ruhr

    Studiennetzwerk – Rhein Ruhr

    KEM
    Evang. Kliniken Essen-Mitte
    Evang. Huyssens-Stifung Essen-Huttrop

    Das Brustkrebszentrum MHW ist aktiv im Studiennetzwerk – Rhein Ruhr tätig. Initiiert wurde das Netzwerk von der Klinik für Senologie/ interdisziplinäres Brustkrebszentrum unter der Leitung von Prof. Dr. S. Kümmel.

    Im Kollegialen Austausch werden neue Behandlungsstrategie bezogen auf das Mammakarzinom vorgestellt, besprochen und kontrovers diskutiert. Aktive - und Publizierte Studien  aus dem Inn –und Ausland werden vorgestellt und bilden die Weltweite Entwicklung in der Therapie des Mammakarzinoms ab.

    https://kem-med.com/kompetenz-in-kliniken/fachkliniken/senologie-brustzentrum/studien/

    Ziel des Studiennetzwerk Rhein Ruhr ist es, unabhängig vom Status der Erkrankung  Patientinnen die Teilnahme an Studien zu ermöglichen.

    Nach Besprechung des Patientenfalls in der Interdisziplinären Tumorkonferenz und in Abhängigkeit der Histopathologischen Eigenschaften des Primärtumors u/o Metastasen kann eine Empfehlung zur Vorstellung im Studiensekretariat der KEM ausgesprochen werden.  Die Studienauswahl ist abhängig von der Therapiesituation und wird dem Patienten individuell angeboten. Der Prüfarzt des Brustkrebszentrums MHW ist über die Studiensituation des Netzwerks informiert und kann die Patientin über geeignete Studien – und Inhalte informieren. Ob die Therapie am Studienzentrum der KEM stattfindet oder am Brustkrebszentrum MHW ist abhängig von Art –und Inhalt der Studie. In jedem Fall erfolgt eine individuelle Beratung im Brustkrebszentrum bzw. an der KEM über Optionen der Behandlung.

    Gerne stellen wir den ersten Kontakt für Sie her.
    E-Mail: senostudien(at)kem-med.com


    Laufende Studien am Zentrum (KEM)

    Neoadjuvante Therapie
    Präoperative oder primär systemische Chemotherapie, die verwendet wird, um einen nichtoperablen oder großen Tumor zu verkleinern.

    Adjuvante Therapie
    Vorbeugende therapeutische Maßnahmen, die eventuell vorhandene Krebszellen zerstören und Rückfälle vermeiden.

    Palliative Therapie
    Therapie, die auf Erhaltung von Lebensqualität bzw. auf die Lebensverlängerung bei unheilbaren (inkurablen) Tumoren gerichtet ist. Dazu gehören z. B. die Linderung von Schmerzen, Bekämpfung von anderen Krankheitserscheinungen, Verhinderung von sich abzeichnenden Problemen.

    *aufgrund der verschiedenen Phasen der Studien, wird auf die Auflistung der Studien verzichtet.

  • Ultra3detect

    Ultra3detect
    = prospektive Registerstudie

    Erfassung der Durchführbarkeit einer Ultraschall-gesteuerten Clipmarkierung beim primären Mammakarzinom unter neoadjuvanter Therapie.

    Studienkoordination: Kliniken Essen-Mitte Klinik f. Senologie/ Interdisziplinäres Brustzentrum

    Zielkriterien:

    1. Primäres Ziel:
    • Sonographische Detektionsrate des Clips zum OP-Zeitpunkt nach abgeschlossener NST von mindestens 12 Wochen in Patientinnen mit HER2+ und TNBC Mamma-Ca.

    2. Sekundäres Ziel:

    • Bestimmung der Anzahl der sonographisch gesteuerten Clipmarkierungen pro Patient
    • Erfolgreiche Platzierung des Clips im Tumorzentrum (in %)
      • nicht erfolgreich
        • technisch nicht möglich, den Clip zu setzen
        • Clip wird außerhalb des Tumors gesetzt (Angabe der Entfernung vom Tumorzentrum in mm)
    • Sichtbarkeit der Kanüle
    • Komplikationshäufigkeit bei der Applikation des Clips: Hämatom, Infektion,Dislokation, Schmerzen
    • Sonographische Detektionsrate des Clips unmittelbar postinterventionell und
    • nach 4-8, 9-12, ≥13 Wochen NST und präoperativ in allen Patienten mit NST
    • Sonographische Detektionsrate des Clips unmittelbar postinterventionell und nach 4-8, 9-12, ≥13 Wochen NST und präoperativ in TNBC und HER2+ Mammakarzinom
    • Sonographische Detektionsrate des Clips in allen Patienten mit pCR unter NST (Definition von pCR gemäß residual cancer burden, RCB, score) (Symmans et al., 2007)
    • Sonographische Detektionsrate des Clips unmittelbar postinterventionell und präoperativ in Patienten ohne NST

Studienbüro

Doctor-medic (RO) Akbar Ferdosi

Principal Investigator

Chefarzt Senologie & Ästhetische Chirurgie

0281 104-1550 Akbar.Ferdosi(at)prohomine.de

Melanie Reyers

Teamleitung

0281 104-61115 Melanie.Reyers(at)prohomine.de

Jeanette Ernsting

Ansprechpartner

0281 104-61264 Jeanette.Ernsting(at)prohomine.de