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Neues Qualitätssiegel „wegweisend“ für das SPZ

Das SPZ am Marien-Hospital gehört zu den ersten 30 Sozialpädiatrischen Zentren in Deutschland, die jetzt mit dem Zertifikat „wegweisend. Für die Entwicklung von Kindern“ ausgezeichnet wurden. Es handelt sich um ein neu geschaffenes Qualitätssiegel.

Das Foto zeigt (v.l.): SPZ-Chefärztin Dr. Stephanie Boßerhoff, Stephanie Ess (Sekretariatsleitung) und Markus Nehrke (stv. Leitung SPZ).

Das Zertifikat wurde beim jüngsten „Forum Sozialpädiatrie“ verliehen. Die Fachtagung mit 300 Teilnehmenden aus 162 SPZ in Deutschland fand in Essen statt.

„Die Geschichte der SPZ ist eine Erfolgsstory!“ Kurz und präzise fasste Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, beim „Forum Sozialpädiatrie“ ihre Einschätzung zusammen. „Die Sozialpädiatrischen Zentren sind aus der Versorgungslandschaft für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedarfen sowie deren Familien nicht mehr wegzudenken. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag für diese besonders vulnerable Patientengruppe.“

„Dieses Zertifikat steht am vorläufigen Ende einer 1997 begonnenen Initiative der SPZ, um inhaltliche Leistungsfähigkeit und Qualität in der Patientenversorgung freiwillig und selbstbestimmt zu definieren. Dies hat zu einer bemerkenswerten Transparenz für alle Beteiligten geführt. Sie begründet gleichzeitig die ökonomische Effektivität der Institutionen.“ Mit diesen Worten würdigte Prof. Dr. med. Volker Mall, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ), die langjährigen Vorarbeiten zum Zertifikat. „Die Kriterien zur Strukturqualität beschreiben die Anforderungen, die an Leitung, Team und Räumlichkeiten eines SPZ mit aktuellem Standard zu richten sind. Dies bedeutet Zuverlässigkeit für die hier behandelten PatientInnen. Die DGSPJ als wissenschaftliche Fachgesellschaft unterstützt diese Qualitätssicherung, damit Diagnostik und Therapie in der erforderlichen Breite gewährleistet sind.“

Dr. med. Helmut Hollmann, Sprecher der Bewertungskommission, mahnte: „Eine qualitativ hochwertige Versorgung für besondere Patientinnen und Patienten muss nicht nur strukturell, sondern auch finanziell gesichert erfolgen.“ Es gehe nicht einfach um „mehr Geld“ für die SPZ, sondern um die angemessene Finanzierung von längst erbrachten, fachlich hochkompetenten Leistungen, so Hollmann. Er forderte zudem, „die völlig inakzeptable Ungleichbehandlung von somatisch langfristig beziehungsweise chronisch erkrankten Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen mit psychischen Krankheiten zu beseitigen“.