Endoprothetikzentrum - zertifiziert

Langjährige Erfahrung

Der künstliche Gelenkersatz gehört zu den typischen und häufigen orthopädischen Operationen. Im zertifizierten Endoprothetikzentrum (EPZ) der Allgemeinen Orthopädie in Emmerich kommt er in vollem Umfang an allen großen Gelenken zur Anwendung. So wurden in 2019 fast 300 Hüft- und 250 Knie-Totalendoprothesen (TEP) eingesetzt. Leiter Dr. med. Roland Hilgenpahl kann auf über 20 Jahre Erfahrung in der Endoprothetik zurückgreifen. Er und sein Team stehen dabei auch den Innovationen der modernen Endoprothetik – mit minimal-invasiven, gewebeschonenden Zugangswegen und neuen Implantaten – offen gegenüber, sofern sie sich in klinischen Studien bewährt haben.

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Das Endoprothetikzentrum bietet folgende Vorteile:

  • Ärzte, Schwestern und Physiotherapeuten verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung und Nachsorge von Patienten mit künstlichem Gelenkersatz. Dies liegt an den höheren Operationszahlen eines Endoprothetikzentrums.
  • Alle Operationen werden von den Hauptoperateuren des Zentrums geleitet. Diese sind speziell geschult und haben eine große operative Erfahrung.
  • Im Endoprothetikzentrum werden verschiedene Endoprothesensysteme vorgehalten, um auch in schwierigen Versorgungssituationen wie bei Wechseloperationen, Knochen- und Weichteildefekten den Patienten optimal versorgen zu können.
  • Um eine hohe Qualität bei der Implantatauswahl sicherzustellen, erfolgt die Auswahl der Implantate nach wissenschaftlichen Kriterien.
  • Eine umfassende Ablaufdokumentation mit wissenschaftlicher Auswertung der Ergebnisqualität und insbesondere der Patientenzufriedenheit helfen uns, die optimale Ergebnisqualität zu erreichen.

Die einweisenden Ärzte haben die Möglichkeit, ihre Patienten im Rahmen der Sprechstunden persönlich vorzustellen.
 

Kooperationspartner

Kooperationspartner des EPZ Emmerich sind:
• Klinik für Gefäßchirurgie, Marien-Hospital Wesel
• Laborbetriebsgesellschaft Dr. Dirkes-Kersting und Dr. Kirchner mbH, Gelsenkirchen
• Institut für Pathologie, Dermatohistologie und Zytologie, Wesel
• Reha-Zentrum Niederrhein
• Zentrum für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie, Bocholt-Goch
• Endoprothetikzentrum des Universitätsklinikums Bonn

    Das Zentrum

  • Das Zentrum - ein Netzwerk von Ärzten und Fachkräften

    Gebündelte Kompetenz für eine zielgerichtete und individuelle Patientenversorgung: Dies gewährleisten die medizinischen Zentren des St. Willibrord-Spitals. Hier werden sämtliche Leistungen in Medizin, Pflege, Beratung und Betreuung, die für die Behandlung erforderlich sind, zusammengefasst und koordiniert. Die Patienten profitieren von schnellerer Diagnosestellung und fachübergreifendem Know-how.

    An diesem umfassenden Netzwerk sind nicht nur Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten beteiligt, sondern auch niedergelassene Ärzte und - je nach Bedarf - weitere Experten aus dem eigenen Haus und externe Kooperationspartner.

  • Wir behandeln im Endoprothetikzentrum

    Unsere Behandlungsschwerpunkte:

    • Verschleißerkrankung (Arthrose) des Hüftgelenkes
    • Arthrose des Kniegelenkes
    • Arthrose des Schulter- und Ellenbogengelenkes
    • Arthrose des Handgelenk und der Finger- und Daumengelenke
    • Schmerzhafte künstliche Gelenke
    • Gelockerte und entzündete Kunstgelenke
    • Knochenbrüche, die eine Kunstgelenkversorgung erfordern (Hüftgelenk, Schulter, Kniegelenk, Ellenbogen)
  • Unsere Therapieleistungen des Endoprothetikzentrums

    Unser therapeutisches Spektrum

    Hüftgelenkersatz

    Bei der Hüft-Vollprothese (auch: Totalendoprothese / TEP) wird das durch Arthrose zerstörte Hüftgelenk komplett ersetzt. Die Endoprothese besteht aus der Hüftpfanne und dem Hüftschaft, auf den ein Kugelkopf aufgesetzt wird, der sich in der Pfanne bewegt. Die Gelenkkomponenten, das heißt die Gelenkflächen, die direkten Kontakt miteinander haben (Gleitpaarung), können verschieden gestaltet werden: Ein Keramikkopf kann gegen einen Pfanneneinsatz aus Polyethylen oder Keramik laufen; ein Metallkopf gegen einen Pfanneneinsatz aus Metall oder Polyethylen. Sämtliche Kombinationsmöglichkeiten haben den einen Zweck, die Reibung in der Pfanne und damit die Abnutzung der Komponenten so gering wie möglich zu halten, damit das Gelenk lange hält (man spricht auch von der Standzeit der Prothese).

    Die Gelenkpfanne wird in das Becken eingepresst (Pressfit), eingeschraubt (Schraubpfanne) oder auch einzementiert. Der Hüftschaft wird in den Oberschenkelknochen (Femur) einzementiert oder zementfrei implantiert. Bei letzterer Form verklemmt er sich fest im Knochen. Schließlich wird der Kugelkopf auf den Hüftschaft gesteckt, der sich dort ebenfalls sicher verklemmt.

    In der Abteilung für Orthopädie kommen rein zementfreie und teilzementierte (Hybridversion), selten auch vollzementierte Hüft-TEP zur Anwendung. Die Art der Versorgung richtet sich hierbei nach dem (biologischen) Alter des Patienten, seiner Knochenqualität, seiner Mobilität – z.B. Fähigkeit zur Teilbelastung – und nicht zuletzt nach seinen individuellen Bedürfnissen.

    Kniegelenkersatz

    Wenn die konservative Therapie, einschließlich der medikamentösen (Schmerz-)Therapie, des fortgeschrittenen Kniegelenkverschleißes (Gonarthrose), keine ausreichende Schmerzfreiheit mehr bieten kann, müssen Patient und Arzt über „das letzte Mittel“ nachdenken: den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks (Knie-TEP).

    Wie bei der Hüft-Endoprothese sind die langfristigen Erfolgsaussichten auch beim Ersatz des Kniegelenks sehr gut. So sind ungekoppelte Knie-TEP (auch: Oberflächenersatz), wie wissenschaftliche Studien zeigen, auch nach 15 Jahren noch in über 90 Prozent aller Fälle voll funktionsfähig. Welches Implantat für Sie am besten geeignet sein dürfte, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen. Zu diesem Zweck gibt es je nach Ausprägung des Verschleißes mehrere Implantat-Typen:

    Einfache (unicondyläre) Schlittenprothese

    Sie kann verwendet werden, wenn der Verschleiß ausschließlich die Innenseite (oder in seltenen Fällen allein die Außenseite) des Kniegelenks betrifft, während die jeweilige Gegenseite des Gelenks und die Kniescheibenfläche unversehrt sind. Zwei genau zueinander passende Implantatteile werden eingesetzt und mit so genanntem „Knochenzement“, der einem Zwei-Komponenten-Klebstoff vergleichbar ist, im Knochen verankert. Damit ist die Gelenkfunktion wiederhergestellt. Sollte es nach Jahren zu einem Fortschreiten des Gelenkverschleißes an der nicht ersetzten Seite oder hinter der Kniescheibe kommen, ist ein Umbau in eine Totalendoprothese (TEP) möglich.

    Ungekoppelte Oberflächenersatz-Prothese

    Die heute in den meisten Fällen verwendete Implantatart ersetzt die gesamte Oberfläche des Kniegelenks, wenn mehrere Anteile des Knies von Arthrose betroffen sind. Es wird nur sehr wenig Knochen entfernt, und das Implantat passt sich der natürlichen Oberfläche des Kniegelenks an. Das Knie wird weiter von den eigenen Seitenbändern und der gelenkumgreifenden Muskulatur geführt.

    Gekoppelte Knie-TEP

    Sie wird eingesetzt, wenn die Bandführung, also der Halt des Kniegelenks, nicht mehr ausreichend vorhanden oder stark eingeschränkt ist. Bei diesem Implantat gewährleistet die Prothese selbst die Stabilität. Seit Entwicklung der Oberflächenersatz-Prothesen wird diese Form des Gelenkersatzes nur noch selten, v.a. im Rahmen einer Wechseloperation, verwendet. 

    Weitere Informationen:

    Schultergelenkersatz

    Obere-Sprunggelenk-Prothese, Großzehengrundgelenk-Prothese
     

  • Beteiligte Fachkliniken im Zentrum

    Kliniken St. Willibrord-Spital Emmerich:

    Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Koloproktologie und Thoraxchirurgie
    Dr. med. Jochen Heger
    Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Koloproktologie und Thoraxchirurgie

    Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
    Prof. Dr. med. Joachim van Alst, MSc.
    Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

    Klinik für Innere Medizin (Rheumatologie)
    Volker Fischer-Kahle
    Chefarzt der Klinik für Innere Medizin / Rheumatologie

    Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation
    Resul Toprak und Dr. med. Dieter Borrmann
    Chefärzte der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation

    Radiologische Abteilung
    Standortleiterin: Dr. med. Mariola Gorniak

    Marien-Hospital Wesel:

    Klinik für Gefäßchirurgie
    Dr. med. Jürgen Hinkelmann
    Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Leiter des Herz- und Gefäßzentrums

    Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin am Marien-Hospital Wesel
    Claus Kölzer
    Facharzt der Praxis für Radiologie

Pionier

Chefarzt Dr. Roland Hilgenpahl hat als erster Arzt in Deutschland außerhalb der Studiengruppe im März 2015 damit begonnen, das zu der Zeit weltweit einzige, komplett aus Keramik gefertigte künstliche Kniegelenk zu implantieren - ideal für Patienten mit Metall-Allergien.

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Willibrord-Spital-EPZ-Chefarzt-Hilgenpahl-mit-Keramikknie

Telefon-Sprechstunde Wirbelsäulenzentrum 14:00 - 15:30 Uhr

Es findet wieder eine „Telefon-Sprechstunde“ des Wirbelsäulenzentrums am St. Willibrord-Spital Emmerich statt. Sie erhalten eine Individualberatung und können ganz persönliche Fragen zu ihrem Krankheitsbild stellen. Dafür stehen folgende von 14:00 - 15:30 Uhr Telefonnummern zur Verfügung: 02822 73-1710, 02822 73-1714, 02822 73-1100

 

24.11.2021, 14:00 Uhrper TelefonSt. Willibrord-Spital EmmerichÖffentlich

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Hostessendienst im neuen Look – Verstärkung gesucht

Im Erscheinungsbild und in personeller Hinsicht gibt es Neuigkeiten vom ehrenamtlichen Hostessendienst am St. Willibrord-Spital Emmerich.

Bürger-Testzentrum am St. Willibrord-Spital schließt zum 12. Juli

Das Bürger-Testzentrum am St. Willibrord-Spital für kostenlose Corona-Schnelltests wird am 12. Juli bis auf Weiteres geschlossen. Maßgeblich für diese Entscheidung sind die sinkende Nachfrage sowie ein höherer administrativer Aufwand.

Zwei Chefärzte leiten die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie gemeinsam ab Juli 2021

Dr. Heiko Rüttgers (Foto, l.) ist neuer Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Willibrord-Spital. Er führt die Abteilung ab Juli 2021 gemeinsam mit Chefarzt Dr. Roland Hilgenpahl (r.).

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