Behandlungsangebote

  • Anästhesie/OP-Vorbereitung

    Der zentrale Operationstrakt mit sechs OP-Sälen ist mit modernen Narkosearbeitsplätzen ausgerüstet, die alle gängigen Anästhesietechniken ermöglichen

    Die Vorbereitung zur Narkose
    Während eines Gespräches vor der geplanten Narkose werden alle relevanten Daten erhoben. Dieses Prämedikationsgespräch findet in der Regel am Vortag, manchmal auch schon einige Tage vor der geplanten Operation statt.

    Für ambulante und prästationäre Patienten stehen montags bis freitags von 11:00 bis 15:30 Uhr ein oder mehrere Fachärzte für Anästhesie in der Anästhesie-Sprechstunde zur Verfügung. Die Anästhesie-Sprechstunde findet statt im 4. Stock des F-Flügels.

    Im Rahmen dieses Prämedikationsgespräches wird der Anästhesist Ihnen das für Sie geeignete Narkoseverfahren vorschlagen. Ihre Wünsche werden dabei entsprechend berücksichtigt. Wichtig sind möglichst komplette Angaben zur Krankheitsgeschichte (Anamnese). Dafür steht ein standardisierter Fragebogen zur Verfügung. Dieser Fragebogen wird Ihnen meistens vor dem Gespräch von der operativen Abteilung ausgehändigt. Sie haben die Möglichkeit, während des Prämedikationsgesprächs alle Aspekte anzusprechen, die Sie interessieren.  

    Die unmittelbare Operationsvorbereitung
    Bis sechs Stunden vor der Operation ist die Aufnahme von fester Nahrung erlaubt, Trinken klarer Flüssigkeit (Tee oder Wasser) ist bis vier Stunden vor der Narkose möglich. Alle Patienten erhalten am Morgen des Operationstages in der Regel eine Beruhigungstablette; stationäre Patienten bekommen zusätzlich eine Tablette am Vorabend der Operation.
    Bevor Sie zum Operationstrakt gebracht werden, denken Sie bitte daran, dass Sie keinen Schmuck mitbringen, das Gesicht nicht eingecremt haben sowie herausnehmbaren Zahnersatz im Zimmer lassen. Bei Frauen sind zudem Lippenstift und Nagellack nicht erwünscht.

    Die „Schleuse“ ist das Tor zum Operationstrakt
    Nach Kontrolle der Patientenunterlagen und Patienten-Identität werden Sie in den Operationstrakt eingeschleust, d.h. über eine angewärmte Umbetthilfe auf dem vorbereiteten Operationstisch gelagert. Nach Erreichen des Einleitungsraumes übernimmt das Team der Anästhesieabteilung die Verantwortung.
    Unabhängig von der Art der mit Ihnen vereinbarten Narkose sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anästhesieabteilung für die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen zuständig. In der Regel wird kontinuierlich während der Operation ein EKG abgeleitet, die Sauerstoffsättigung gemessen sowie engmaschig der Verlauf des Blutdrucks kontrolliert.
    Zur Stabilisierung der Kreislauffunktion wird ein venöser Zugang gelegt, über den eine Salzlösung infundiert wird.

  • Anästhesie/Narkose

    Jede Narkose bewirkt, dass die Verarbeitung der Signale im Gehirn gedämpft erfolgt. Dabei darf der Kreislauf nicht beeinträchtigt werden. Die Atmung des Patienten wird gesichert über einen Schlauch (Tubus), der in die Luftröhre eingeführt wird, oder über eine Maske, die auf den Kehlkopf gesetzt wird.

    Während jeder Operation, ob stationär oder ambulant, ist ein Anästhesist dabei. Er achtet auf Herzfrequenz, Blutdruck und darauf, ob ein Patient zu stark schwitzt, was auf eine zu flache Narkose hinweisen könnte. Wenn die Narkose schwer zu steuern ist, zum Beispiel bei Mehrfach-Verletzten, setzt der Anästhesist unter Umständen Elektroden auf die Stirn des Patienten, um die Gehirnströme zu messen (EEG), was Rückschlüsse auf die Schlaftiefe zulässt. Diese Methode nennt man BIS-Monitoring.

    Vollnarkose
    Wenn mit Ihnen eine Vollnarkose vereinbart worden ist, werden Sie nach Gabe entsprechender Einleitungsmedikamente sanft und angenehm einschlafen. Für die Sicherung der Atemwege wird entweder ein Atemschlauch (Tubus) in die Luftröhre eingeführt (Intubation) oder eine Spezialmaske (Larynxmaske) in den Mund eingelegt. Durch die heute – insbesondere bei einer schwierigen Intubation – zur Verfügung stehenden Techniken sind Zahn- oder Halsweichteilschäden deutlich seltener als noch vor einigen Jahren.

    Übelkeit und Erbrechen sind durch den Verzicht auf Lachgas seltener geworden. Zudem wurden die Medikamente zur Behandlung einer Übelkeit deutlich verbessert. Als Alternative / Ergänzung hat sich die Akupunktur bewährt. Die Aufrechterhaltung der Narkose erfolgt durch kontinuierliche Gabe von sehr gut steuerbaren Medikamenten, entweder in Form von intravenösen Infusionen oder durch gasförmige Zufuhr über Narkosegeräte.

    Nach der Operation werden Sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten erwachen. Zur Überwachung der Kreislauffunktion in der postoperativen Phase steht qualifiziertes Personal im entsprechend ausgerüsteten Aufwachraum zur Verfügung.

    Teilnarkose
    Bestimmte Eingriffe können sehr gut in Teilnarkose erfolgen. Dazu stehen rückenmarksnahe Techniken zur Verfügung, die mit oder ohne Katheter eingesetzt werden können. Diese Techniken werden z.B. bei Kniegelenksspiegelungen häufig angewandt.

    Die Teilnarkose bietet dem Patienten einen großen Vorteil: Er ist fast schmerzfrei und schneller wieder auf den Beinen. Zunehmend unter Ultraschall-Kontrolle setzen die Anästhesisten die Teilarm-Narkose ein.
    Durch moderne Techniken und verbesserte Überwachungsmöglichkeiten hat die Patientensicherheit während der Narkose deutlich zugenommen.

    Ultraschall
    Teilnarkosen sowie die Punktion zentraler Gefäße erfolgen in der Regel ultraschallgestützt.

  • Intensivmedizin
    Willibrord-Spital-Intensivstation

    Die interdisziplinäre Intensivstation mit zehn Betten und vier Beatmungsplätzen steht unter organisatorischer Leitung der Anästhesieabteilung.

    Neben Patienten mit akuten, lebensbedrohlichen Erkrankungen versorgen wir auch Patienten nach größeren Operationen. Hierfür steht ein umfangreiches Monitoring zur Verfügung. Durch eine Vielzahl medizinisch-technischer Geräte haben wir die Möglichkeit, gestörte Funktionen bestimmter Organe zu ersetzen (z.B. künstliche Beatmung bei Erkrankungen der Lunge oder Dialyse bei Erkrankungen der Niere).

    Besuchszeiten auf der Intensivstation: täglich von 10:00 - 12:00 Uhr und von 14:00 - 18:00 Uhr

    Verantwortlicher Arzt der Intensivmedizin ist Leitender Oberarzt Dr. Ralf Wibbeling.

  • Schmerztherapie

    Viele Operationen sind mit Schmerzen verbunden. Diese werden während der Narkose verlässlich unterbunden. In der postoperativen Phase setzen wir verschiedene Techniken der Schmerzbehandlung ein.

    Angepasst an das zu erwartende Schmerzniveau kommen verschiedene Medikamente nach einem Stufenkonzept zum Einsatz. Dies sind bei wenig schmerzhaften Eingriffen die sogenannten „peripheren Analgetika“ wie Paracetamol oder Novalgin. Kombiniert werden diese bei stärkeren oder sehr starken Schmerzen mit den sogenannten „zentralen Analgetika“, die zu den Opioiden gehören. Die Gabe dieser Medikamente kann in Tablettenform oder über eine – teilweise vom Patienten selber steuerbare – Medikamentenpumpe in die Blutbahn erfolgen.

    Eine weitere sehr effektive Möglichkeit, Schmerzen auszuschalten, besteht im Einsatz von Techniken, bei denen ein sehr dünner Katheter in die Nähe von Nervenbahnen gelegt wird. Hierüber werden örtliche Betäubungsmittel gegeben, die die Weiterleitung von Schmerzreizen unterbinden. Insbesondere bei größeren Eingriffen der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie bei Baucheingriffen wird diese Technik zunehmend angewandt.

    Verantwortlicher Arzt der Schmerztherapie ist Chefarzt Prof. Dr. Joachim van Alst.

  • Notfallmedizin

    In die Besetzung des Notarztwagens für das Stadtgebiet Emmerich und weitere Teile des Kreises Kleve sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anästhesieabteilung eingebunden. Drei von ihnen sind als Leitende Notärzte im Kreis Kleve tätig. Auch die Organisation des innerklinischen Notfallmanagements obliegt den Mitarbeitern der Anästhesieabteilung. Der Notarztdienst am St. Willibrord-Spital besteht seit 1977.

    Verantwortlicher Arzt der Notfallmedizin ist Chefarzt Prof. Dr. Joachim van Alst.

    Artikel zur notärztlichen Versorgung (06/2011)

  • Eigenblutspende

    Blutspendewesen
    Blut – ein ganz besonderer Saft...
    Blutkonserven sind auch heute noch Mangelware und trotz aller zur Verfügung stehenden Testverfahren nicht mit letzter Sicherheit frei von Infektionserregern. Wir sind daher bemüht, in unserem Hause im Zusammenhang mit einer Operation den Einsatz von Fremdblut möglichst zu vermeiden.

    Maschinelle Autotransfusion (MAT)
    Die maschinelle Autotransfusion ist eine weitere Möglichkeit, Fremdblut einzusparen. Hierbei wird das aus dem Operationsgebiet austretende Blut abgesaugt, mit einem blutgerinnungshemmenden Medikament vermischt und anschließend durch Waschvorgänge maschinell aufbereitet. Das so gewonnene Retransfusionsblut wird Ihnen während der Operation oder spätestens auf der Intensivstation im Bedarfsfall zurückgegeben.

    Labor
    Das blutgruppenserologische und Kreuzprobenlabor in unserem Hause steht unter Leitung der Anästhesieabteilung. Diese stellt auch den Transfusions-Verantwortlichen des Krankenhauses. 

    Verantwortliche Ärzte des Bluspendewesens sind Chefarzt Prof. Dr. Joachim van Alst und Oberarzt Dr. Klaus Funke.