Alterstraumatologisches Zentrum

Gemeinsam Mobilität sichern

Um den besonderen Ansprüchen von verletzten Patienten höheren Alters gerecht zu werden, hat das St. Willibrord-Spital ein Alterstraumatologisches Zentrum (ATZ) gegründet. Dort behandeln Geriater (Altersmediziner) und Unfallchirurgen die älteren Trauma-Patienten gemeinsam. Das ATZ verfügt derzeit über acht Betten. Die Identifikation von Trauma-Patienten beginnt bereits in der Zentralen Notaufnahme. Patienten ab einem Alter von 75 Jahren werden in das ATZ aufgenommen.

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Durch die traditionell gelebte enge Kooperation der Orthopädie/Unfallchirurgie und der Abteilung für Altersmedizin (Geriatrie) im St. Willibrord-Spital wurden ältere Patienten nach Sturz oder Knochenbrüchen und der damit verbundenen, häufig unvermeidbaren Operation nicht allein mit Blick auf die reine Verletzung therapiert. Regelhaft fand und findet eine Mit- bzw. Nachbetreuung durch die Abteilung für Altersmedizin statt. Mit der Einrichtung eines Alterstraumatologischen Zentrums (ATZ) geht das St. Willibrord-Spital nun im Umgang mit geriatrischen Trauma-Patienten neue Wege, welche die interdisziplinäre Behandlung weiter intensiviert. Verantwortlich für diese Spezialeinheit sind Resul Toprak, Chefarzt der Altersmedizin (Geriatrie), und Dr. Heiko Rüttgers, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie.

    Das Zentrum

  • Das Zentrum - ein Netzwerk von Ärzten und Fachkräften

    Gebündelte Kompetenz für eine zielgerichtete und individuelle Patientenversorgung: Dies gewährleisten die medizinischen Zentren des St. Willibrord-Spitals. Hier werden sämtliche Leistungen in Medizin, Pflege, Beratung und Betreuung, die für die Behandlung erforderlich sind, zusammengefasst und koordiniert. Die Patienten profitieren von schnellerer Diagnosestellung und fachübergreifendem Know-how.

    An diesem umfassenden Netzwerk sind nicht nur Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten beteiligt, sondern auch niedergelassene Ärzte und - je nach Bedarf - weitere Experten aus dem eigenen Haus und externe Kooperationspartner.

  • Wir behandeln im ATZ

    Im ATZ werden behandelt:

    • Hüftgelenksnahe und -ferne Oberschenkelbrüche
    • Wirbelkörperbrüche
    • Oberarmbrüche
    • Brüche sonstiger Lokalisation
  • Unsere Therapieleistungen des ATZ

    Das therapeutisches Spektrum umfasst:

    • Interdisziplinäre Behandlung von akuten Verletzungen mit speziellen, auf die Knochenstruktur des alten Menschen abgestimmten Implantaten und Verfahren
    • Auf den alten Menschen adaptierte Schmerztherapie
    • Intensive Bewegungsförderung durch ein interdisziplinäres Team
    • Stationäre Frührehabilitation mit aktivierender Pflege, Ergotherapie, Physikalischer Therapie, Logopädie, Sozialdienst, Pflegeüberleitung
    • Mitbehandlung von Begleiterkrankungen bei Bedarf in Kooperation mit den anderen Fachabteilungen des Hauses
    • Organisation von Anschlussheilbehandlungen und Hilfsmitteln für die häusliche Betreuung

     

    Entscheidend für die Behandlung des Patienten im ATZ sind sein Gesundheitszustand vor der Verletzung, das Risiko, welches alleine von der anstehenden Operation ausgeht, und das Ausmaß, in dem die Ursache z. B. eines Sturzes abgeklärt werden muss, um künftige Stürze durch eine kompetente Ursachenerforschung und Prävention zu vermeiden.

    Die Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Geriatern beginnt mit der Aufnahme des Patienten. So wird dessen Operationsfähigkeit überprüft und möglichst verbessert (dies kann durch apparative Voruntersuchungen wie einen Herzultraschall oder die Umstellung von Medikamenten geschehen). Chirurgen und Anästhesisten wählen ein altersgerechtes, schonendes Narkose- und Operationsverfahren, den Altersmedizinern kommt die Aufgabe der internistisch-geriatrischen Abklärung, Überwachung sowie der frühen Mobilisation und Wiederherstellung der Alltagsfähigkeiten des Patienten zu.

    Gespräche mit der Psychologin

    Daher  gehören zum Team des ATZ nicht allein Ärzte. Ihre Arbeit wäre nichts ohne speziell ausgebildete Pflegekräfte, die den Patienten aktivierend pflegen, Krankengymnasten und Physiotherapeuten, Ergotherapeuten sowie Neuropsychologen, Sozialarbeiter und Seelsorger. Eine Besonderheit in der Geriatrie des St. Willibrord-Spitals ist, dass bei Bedarf auch eine Psychologische Psychotherapeutin hinzugezogen wird.

    Patienten des ATZ werden täglich gemeinsam durch Traumatologen und Geriater visitiert, so dass neben der Verletzung auch anderen Erkrankungen Beachtung geschenkt wird. Komplikationen, wie sie nach einer Operation entstehen können – seien es Infekte, Wundheilungsstörungen oder die so gefürchteten Verwirrtheitszustände – werden so eher erkannt, schnell behandelt und meist sogar verhindert.

    Entscheidungen im Team

    Jeder Patient wird nach einem individuellen Therapieplan behandelt, der auf seine subjektiv wichtigsten Therapieziele zugeschnitten ist. Wöchentlich trifft sich das gesamte therapeutische Team, diskutiert Fort- oder auch Rückschritte im Heilungsprozess, analysiert diese und reagiert ggf. mit einer Anpassung der Behandlungen, sei sie rehabilitativer oder medizinischer Art.

  • Beteiligte Fachkliniken im Zentrum

    Kliniken St. Willibrord-Spital Emmerich:

    Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation
    Dr. med. Thomas Maiworm
    Leitender Oberarzt der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation

    Klinik für Allgemeine Orthopädie und Unfallchirurgie
    Dr. med. Heiko Rüttgers
    Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
    Prof. Dr. med. Joachim van Alst
    Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Bedeutung der Pflege

Das Akutgeschehen und die Begleiterkrankungen der älteren Patienten verlangen frühestmögliche Mobilisation. Die Pflege bringt vor allem die Unterstützungs- und Betreuungsbedarfe in den Therapieplan ein, die mit den Begleiterkrankungen des Patienten korresponieren. Die Aufgabe ist für das Personal sehr anspruchsvoll - physisch und psychisch.

pAVK-Selbsthilfegruppe am Marien-Hospital

Die neue Selbsthilfegruppe ist für Menschen mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK. Diese Durchblutungsstörungen in den Beinen wird auch als „Schaufenster-Krankheit“ bezeichnet.

Fachlich begleitet wird die Gruppe von Dr. Jürgen Hinkelmann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und zertifizierter Wundmanager.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie die Corona-Regelungen für den Zutritt zum Krankenhaus.

 

07.12.2022, 18:00 Uhr Konferenzraum Kinderklinik im Marien-Hospital Wesel Marien-Hospital Wesel Öffentlich

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Fünf Pflege-Azubis im St. Willibrord-Spital herzlich begrüßt

Im St. Willibrord-Spital haben jetzt fünf Auszubildende mit dem ersten Orientierungseinsatz in der Pflege begonnen. Es freuen sich auf eine interessante Ausbildung: Pelin Erdem, Sezgin Güden, Elin Hillmer, Samira Kautzmann und Justin Reintjes (Foto, v.l.).

Bewährte Qualität: Endoprothetik-Zentrum am St. Willibrord-Spital erneut zertifiziert – Dr. Heiko Rüttgers übernahm die Zentrumsleitung von Dr. Roland Hilgenpahl

Der Abschluss des jüngsten Zertifizierungsverfahrens markierte zugleich einen personellen Wechsel an der Spitze des Endoprothetik-Zentrums (EPZ) am St. Willibrord-Spital in Emmerich: Dr. Roland Hilgenpahl (Foto, r.) übergab die Leitung des Zentrums an Dr. Heiko Rüttgers (2.v.l.). Die beiden Mediziner sind Chefärzte der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie. Mit ihnen auf dem Foto: Ärztlicher Direktor Dr. Jochen Heger (l.) und Krankenhausdirektor Dr. Alexander Schmithausen.

Chefarzt-Wechsel in der Gastroenterologie am St. Willibrord-Spital

Die Chefarzt-Position in der Gastroenterologie des Emmericher Krankenhauses übernahm Dr. Esmatollah Kasim (Foto, l.). Er ist Nachfolger von Dr. Christian Niemeyer (r.), der nach 32 Jahren am St. Willibrord-Spital in den Ruhestand gegangen ist.

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