Schilddrüsenzentrum Unterer Niederrhein

Bundesweites Netzwerk

Das St. Willibrord-Spital hat sich dem Deutschen Schilddrüsenzentrum angeschlossen, einem bundesweit agierenden Netzwerk zur Optimierung der Schilddrüsenbehandlung. Ziel des Schilddrüsenzentrums Unterer Niederrhein ist es, den Patientinnen und Patienten eine bestmögliche qualitätsgesicherte Therapie zu ermöglichen.

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Die Schilddrüse ist ein wichtiges, im gesunden Zustand kleines Organ in der vorderen Halsregion, das lebenswichtige Hormone produziert. Durch diese Hormone werden vielfältige Körperfunktionen gesteuert und beeinflusst.

Anatomie der Schilddrüse

Die Schilddrüse liegt in der vorderen Halsregion vor dem so genannten Schildknorpel des Kehlkopfes. Sie besteht in der Regel aus zwei Hauptlappen rechts und links, welche durch einen Steg (Isthmus) miteinander verbunden sind. Normalerweise hat die Schilddrüse ein Gesamtvolumen von bis zu 18ml bei Frauen und von bis zu 25ml bei Männern.

Jeder Schilddrüsenlappen wird im Wesentlichen von zwei Blutgefäßen versorgt. Hinter der Schilddrüse verläuft auf jeder Seite ein Nerv, der für die Funktion der Stimmbänder im Kehlkopf zuständig ist. Jeweils am Rand der Schilddrüsenlappen befinden sich zwei kleine Nebenschilddrüsen, die unter anderem für den Calziumstoffwechsel zuständig sind.

    Das Zentrum

  • Das Zentrum - ein Netzwerk von Ärzten und Fachkräften

    Gebündelte Kompetenz für eine zielgerichtete und individuelle Patientenversorgung: Dies gewährleisten die medizinischen Zentren des St. Willibrord-Spitals. Hier werden sämtliche Leistungen in Medizin, Pflege, Beratung und Betreuung, die für die Behandlung erforderlich sind, zusammengefasst und koordiniert. Die Patienten profitieren von schnellerer Diagnosestellung und fachübergreifendem Know-how.

    An diesem umfassenden Netzwerk sind nicht nur Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten beteiligt, sondern auch niedergelassene Ärzte und - je nach Bedarf - weitere Experten aus dem eigenen Haus und externe Kooperationspartner.

  • Wir behandeln im Schilddrüsenzentrum

    Erkrankungen der Schilddrüse

    Gutartige Erkrankungen:

    • diffuse Schilddrüsenvergrößerungen
    • Zystenbildungen
    • einzelne Knoten
    • mehrere Knoten
    • autonome Adenome


    Bösartige Erkrankungen:

    • Differenziertes Karzinom

    - Papilläres Schilddrüsencarinom
    - Follikuläres Schilddrüsencarzinom
    - gemischte Form

    • Undifferenzierte Karzinome

    - Medulläres Schilddrüsencarzinom
    - Muzinöses Karzinom der Schilddrüse
    - Plattenepithelcarzinom der Schilddrüse
    - Anaplastisches Karzinom der Schilddrüse

    Entzündliche Erkrankungen:

    • akute infektiöse Schilddrüsenentzündung durch Bakterien, Pilze oder Parasiten
    • unfallbedingte Schilddrüsenentzündung
    • strahlenbedingte Schilddrüsenentzündung
    • Sarkoidose
    • Vaskulitis (Entzündung der Gefäße)


    Autoimmunerkrankungen:

    • Struma lymphomatosa (Hashimoto)
    • Thyreoiditis de Quervain
    • Morbus Basedow

    Alle diese Erkrankungen der Schilddrüse können mit einer Unterfunktion oder auch mit einer Überfunktion der Schilddrüse einhergehen. Je nach Größe und Lokalisation der Knoten und Veränderungen in der Schilddrüse können auch Symptome der Verdrängung anderer Halsorgane auftreten, z.B. Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, Druck- und Kloßgefühl.

    Mögliche Symptome einer Unterfunktion:

    • Müdigkeit
    • Antriebslosigkeit
    • Gewichtszunahme
    • gesenkter Blutdruck
    • langsamere Herzfrequenz
    • chronische Verstopfung
    • depressive Verstimmungen
    • Potenzstörungen


    Mögliche Symptome einer Überfunktion:

    • Schlafstörungen
    • Unruhe
    • Reizbarkeit
    • Gewichtsabnahme
    • Steigerung des Blutdruckes
    • schnellere Herzfrequenz
    • Herzrhythmusstörungen
    • Haarausfall
    • Durchfälle
    • Potenzstörungen
    • Störungen des weiblichen Zyklus
    • hervorstehende Augen
  • Unsere Therapieleistungen des Schilddrüsenzentrums

    Untersuchungsmethoden bei Schilddrüsenerkrankungen:

    • Anamnese (Befragung) und Untersuchung
    • Laboruntersuchungen (Blut)
    • Ultraschalluntersuchung
    • Szintigraphie
    • Röntgen
    • Computertomographie (CT)
    • Magnetresonanztomographie (MRT)
    • Feinnadelpunktion

     

    Vorbereitung zur Operation

    Wenn bei der ersten Untersuchung in der Sprechstunde die Notwenigkeit einer Schilddrüsenoperation festgestellt wird, so erfolgt gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten die entsprechende Terminvereinbarung für den Eingriff.
    Die Vorbereitung zur Operation mit chirurgischer und narkoseärztlicher Aufklärung erfolgt im Rahmen eines abhängig vom Operationstermin festgelegten ambulanten Vorstellungstermins (ca. 3 Stunden).
    Die Aufnahme auf die Station erfolgt in der Regel am Operationstag. Die Patientin / der Patient muss mit einem Aufenthalt in unserem Krankenhaus von drei bis vier Nächten nach dem Eingriff rechnen.

    Operation

    Der Eingriff erfolgt im Rahmen einer Vollnarkose über einen Schnitt am Hals, wenn möglich in einer Hautfalte. Je nach Erkrankung des Organs werden nur einzelne Knoten, ein kompletter Lappen, ggf. mit einem Teil der Gegenseite, oder auch die gesamte Schilddrüse entfernt. Bei entsprechenden Voraussetzungen ist auch eine minimal-invasive Operationstechnik möglich.
    Wir benutzen in unserer Abteilung bei jeder Schilddrüsenoperation das sogenannte Neuromonitoring zur Identifikation und Schonung der Stimmbandnerven, um die Verletzungsgefahr dieses Nerven zu vermindern. Das Neuromonitoring ist eine elektrophysiologische Untersuchung des Nervs, mit der die Funktion des Nervs während des operativen Eingriffs überprüft werden kann. Die Nebenschilddrüsen werden zur Schonung ebenfalls routinemäßig dargestellt.
    Der Hautverschluss erfolgt mit einem selbstauflösenden Faden intracutan, also in der Haut, um ein besseres kosmetisches Ergebnis zu erhalten.
    Das entfernte Schilddrüsengewebe wird grundsätzlich zur weiteren feingeweblichen Untersuchung einem Pathologen geschickt.
    Die Beschwerden nach dem Eingriff entsprechen am ehesten denen einer leichten Halsentzündung. Gelegentlich können leichte Nackenmuskelverspannungen auftreten. Unter leichter Schmerztherapie sowie ggf. Lutschtabletten sind diese Beschwerden in der Regel schnell rückläufig.

    Nachbehandlung

    Eine Entfernung der Hautfäden ist bei der Nutzung von selbstauflösenden Hautnähten nicht erforderlich. Anfangs ist die Wunde noch etwas gerötet und geschwollen, die endgültige Form und Farbe der Narbe ist etwa nach einem Jahr erreicht.
    Je nachdem, wie viel Schilddrüsengewebe noch verblieben ist und welches Ergebnis die feingewebliche Untersuchung erbracht hat, muss eine entsprechende medikamentöse Zuführung von Schilddrüsenhormonen und ggf. Jodid erfolgen, weil das verbliebene Schilddrüsengewebe den Bedarf des Körpers nicht decken kann.
    Die notwendige Dosis der Medikamente wird durch eine Blutuntersuchung, erstmals vier bis sechs Wochen nach der Operation, überprüft und ggf. angepasst.
    Das verbliebene Schilddrüsengewebe sollte regelmäßig durch Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden.

  • Beteiligte Fachkliniken im Zentrum

    St. Willibrord-Spital Emmerich:

    Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Koloproktologie und Thoraxchirurgie
    Dr. Jochen Heger
    Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Koloproktologie und Thoraxchirurgie

    Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin
    Prof. Dr. Joachim van Alst, MSc.
    Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Ein Däumling

Die kleine schmetterlingsförmige Schilddrüse liegt am Hals und ist ein hormoneller Schrittmacher. Ein gesundes Organ ist etwa daumengroß (3 bis 4 cm hoch, 7 bis 11 cm breit) und wiegt zwischen 18 Gramm (Frauen) und 25 Gramm (Männer).

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Willibrord-Spita-Grösse-einer-Schilddruese-im-Vergleich-zu-10-Cent-Münze

Vortrag: Nägel, Schrauben, Platten - Moderne Materialien und Behandlungsstrategien bei Knochenbrüchen

Vortrag von Sabine Piel, Oberärztin der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Willibrord-Spital Emmerich

06.08.2019, 18:30 Uhrsalvea sports, Tichelstr. 9, 47533 KleveSt. Willibrord-Spital Emmerichöffentlich

Vortrag: Der Bauch - das unbekannte Wesen

Vortrag von Dr. med. Christian Niemeyer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin / Gastroenterologie am St. Willibrord-Spital Emmerich

29.08.2019, 17:30 UhrSenioreneinrichtung St. Augustinus, Willibrordstr. 15, 46446 Emmerich am RheinSt. Willibrord-Spital Emmerichöffentlich

Vortrag: Rheuma, Gicht und andere rheumatische Erkrankungen. Wie erkennen und behandeln?

Vortrag von Volker Fischer-Kahle, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin / Rheumatologie am St. Willibrord-Spital Emmerich

03.09.2019, 18:30 Uhrsalvea sports, Tichelstr. 9, 47533 KleveSt. Willibrord-Spital Emmerichöffentlich

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Dr. Thomas Bertrams übernimmt Leitung der Unfallchirurgie im St. Willibrord-Spital Emmerich

Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Willibrord-Spital Emmerich wird personell verstärkt und neu strukturiert. Zum 1. April 2019 übernimmt Dr. Thomas Bertrams als Leitender Arzt das Department Unfallchirurgie. Der 52-Jährige wechselt vom Katholischen Karl-Leisner-Klinikum Kleve, wo er 19 Jahre als Leitender Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie tätig war, nach Emmerich.

Gemeinsam gegen Krebs – Kräfte neu gebündelt im NZT: Hohe onkologische Kompetenz im Niederrheinischen Zentrum für Tumorerkrankungen

Gemeinsam gegen den Krebs, um schwer kranke Patienten kompetent und fürsorglich zu behandeln: Zu diesem Zweck haben sich unter dem Dach der pro homine gGmbH Experten aller in der Krebsmedizin (Onkologie) tätigen Fachdisziplinen des Marien-Hospitals Wesel und des St. Willibrord-Spitals Emmerich zum Niederrheinischen Zentrum für Tumorerkrankungen (NZT) zusammengeschlossen.

St. Willibrord-Spital Emmerich erhält 3,1 Mio. Euro Landeszuschuss

Das St. Willibrord-Spital, eine Einrichtung der pro homine gGmbH, erhält einen Landeszuschuss in Höhe von 3,1 Mio. Euro. Damit wurde einem Förderantrag stattgegeben, den das Emmericher Krankenhaus nach Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe im Sommer 2017 gestellt hatte.

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