Wir über uns

Emmerichs einziges Krankenhaus

Das St. Willibrord-Spital ist das einzige Krankenhaus in Emmerich. Es besteht seit über 170 Jahren und verfügt heute über 271 Betten und sechs Fachabteilungen. Den Auftrag der Gründer, Kranke zu behandeln, erfüllen 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie kümmern sich um die Versorgung von jährlich ca. 12.000 stationären und fast 30.000 ambulanten Patientinnen und Patienten. Am umfassenden Netzwerk für die Gesundheit sind Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und der Sozialdienst ebenso beteiligt wie ambulante Praxen im Medizinischen Versorgungszentrum, niedergelassene Ärzte und der Rettungsdienst. Sie bündeln ihre Kompetenzen für ein umfassendes, individuelles Angebot an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. 

  • Qualität

    Im Sinne einer qualitätsgesicherten Versorgung in Medizin und Pflege ist das St. Willibrord-Spital nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Exzellenz-Zentren im In- und Ausland ermöglicht Patienten den Zugang zu internationaler Spitzenmedizin. In Wissenschaft und Lehre kooperiert das St. Willibrord-Spital eng mit der Hochschule Rhein-Waal (Kleve).

  • Trägerstruktur

    Das St. Willibrord-Spital ist Teil der pro homine gGmbH. Die pro homine - Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen Wesel-Emmerich/Rees gGmbH wurde von der Stiftung St. Willibrordus in Emmerich am Rhein und vom Verein Marien-Hospital Wesel gemeinsam am 01.07.2003 gegründet. Dem Verbund gehören außerdem das Marien-Hospital in Wesel sowie neun Senioreneinrichtungen in Wesel, Emmerich, Rees und Voerde an. Das Unternehmen zählt ca. 2800 Mitarbeiter und ist einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region.

    Das Kuratorium der Stiftung St. Willibrordus und der Aufsichtsrat der pro homine bilden die kontrollierenden Organe des St. Willibrord-Spitals. Hierbei ist das Kuratorium der Stiftung Teil der Gesellschafterversammlung. Das Kuratorium entsendet vier der acht Aufsichtsratsmitglieder.

    Mehrheitsgesellschafter der pro homine ist der Verein Marien-Hospital Wesel, Minderheitsgesellschafter die Stiftung St. Willibrordus Emmerich am Rhein. Die Gesellschafterversammlung wird gemeinsam von den beiden Kuratorien gebildet. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist Pfarrer Stefan Sühling (Wesel). Die Gesellschafterversammlung ist insbesondere zuständig für die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung des Aufsichtsrates und die Berufung der Geschäftsführung.

    Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung. Geschäfte und Maßnahmen von besonderer Bedeutung bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Pfarrer Stefan Sühling (Wesel).

  • Aus der Geschichte
    Willibrord-Spital-Historie-Patientenzimmer Willibrord-Spital-Historie-OP Willibrord-Spital-Historie-Drei-Bett-Zimmer Willibrord-Spital-Historie-Waschraum

    Die Anfänge des Krankenhauses in Emmerich vor über 170 Jahren

    In Emmerich plante um 1840 ein angesehener Bürger namens Jaspers, eine Anstalt einzurichten, die sich der Kranken annahm. Er starb, ehe er seinen Plan verwirklichen konnte. So setzten seine Kinder das Vorhaben in die Tat um. Dies waren Carl Jaspers, zu der Zeit Kaplan an St. Aldegundis, Elise Jaspers und Adelheid Fackeldey geb. Jaspers mit ihrem Gatten Dr. med. J.W. Fackeldey. Für die ersten Bedürfnisse stifteten sie 4000 Taler. Ein Gründungskomitee wurde gebildet. Es bestand aus dem Kaplan Jaspers, Herrn Dr. Fackeldey und Kaplan Franz Koning, Pfarrverwalter an St. Martini.

    Barmherzige Schwestern

    Am 27. Juni 1845 verabschiedete das Komitee eine Satzung. Darin wurde festgeschrieben, dass eine Anstalt zu gründen sei, die sich der Kranken annähme. Diese Aufgabe sollten Barmherzige Schwestern übernehmen. Man wandte sich an die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern in Münster – auch als Clemensschwestern bekannt – und bat um die Zuteilung von zwei Schwestern. Dem wurde zugestimmt.

    Im Haus Nr. 784, das dort stand, wo sich später das evangelische Pfarrhaus „Hinter dem Hirsch“ befand, nahmen am 27. August 1846 zwei Schwestern ihre Tätigkeit auf. Anfangs pflegten sie die Kranken nur in deren eigenen Häusern. Aber schon nach zwei Monaten war ihnen klar, dass die Kranken, um sie besser versorgen zu können, in das eigene Haus aufgenommen werden mussten. Darum folgte noch 1846 eine dritte Schwester. Im November 1846 wurden fünf Kranke in das Haus aufgenommen, später acht. 1848 wurden 75 Kranke, 1849 schon 100 Kranke im Haus der Schwestern versorgt. Damit war dieses Haus zu einem Krankenhaus geworden.

    Großherzige Spenderin

    Die Verantwortlichen erkannten, dass man neue Gebäude errichten müsse. Im Dezember 1851 konnten sie einen Garten an der Lilienstraße erwerben. Im Jahr 1856 schenkte Fräulein Wilhelmine von Nooy, die 40 Jahre das Bett hüten musste, ihr ganzes beträchtliches Vermögen dem Spital. So konnte der Vorstand 1861 den geplanten Neubau unter der Leitung von Baumeister Pelzer aus Kleve in Angriff nehmen. Die Kosten betrugen 75.000 Mark. Ein Gebäude auf dem Gelände, das 1851 gekauft worden war, wurde als Isolierhaus benutzt. Es war aber um 1870 so baufällig geworden, dass es gründlich renoviert werden musste.

    Mitte der 1870er Jahre wurde eine Erweiterung des Hauses notwendig. Dank einer Stiftung von Adelheid Franken, Tochter des Bürgermeisters Franken, konnten benachbarte Gärten mit zwei kleinen Wohnhäusern erworben werden. Im Jahr 1887 folgte der Erwerb eines Hauses an der Hottomannstraße, der heutigen Willibrordstraße.

    Bau für 36.000 Mark

    Im Laufe der weiteren Entwicklung wurden neben den Kranken auch ältere hilflose Leute aufgenommen, die im Krankenhaus den Lebensabend verbringen wollten. Durch die Erhöhung der Zahl an Kranken und Pflegebedürftigen war die Zahl der Ordensschwestern auf 14 gestiegen. Es waren jedoch nicht mehr genügend Schlaf- und Wohnräume vorhanden, und es fehlte an Einzelzimmern für die 1. und 2. Klasse. Darum strebte man einen Flügelbau an. Der wurde 1892 begonnen. In der früheren Küche wurde der Operationsraum eingerichtet. Im neuen Flügel fanden Küche und Spülküche ihren Platz. Auch die Schwesternzimmer und die Einzelzimmer wurden dort untergebracht. Im Souterrain lagen Funktionalräume wie Backstube, Schreinerei und Schusterei. Im Jahr 1893 war der Bau fertiggestellt. Er hatte 36.000 Mark gekostet.