Neuer Chefarzt der Altersmedizin

Früh-Rehabilitation ist die Kernaufgabe

Von der Elbe an den Rhein: Dr. Christoph Schmitz-Rode ist neuer Chefarzt der Klinik für Altersmedizin und Tagesklinik am Marien-Hospital. Vor seinem Wechsel nach Wesel leitete er die geriatrische Abteilung in einem Hamburger Krankenhaus. „Kern meiner Arbeit als Altersmediziner ist die Früh-Rehabilitation“, betont Dr. Schmitz-Rode. Er möchte in jedem Einzelfall die gesundheitlichen Ressourcen des Patienten soweit erhalten bzw. wiederherstellen, dass dieser mit möglichst wenig Unterstützung selbstständig und selbstbestimmt leben kann. „Das zu erreichen ist reizvoll und macht zufrieden“, sagt der neue Chefarzt.

Dr. Christoph Schmitz-Rode (53) ist in Köln geboren und studierte dort Medizin. Seine Facharzt-Ausbildung zum Internisten und Geriater absolvierte er im St. Marien-Hospital Köln. Nach zwei weiteren Stationen begann er 2013 als Oberarzt in der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation des Evangelischen Krankenhauses Köln-Kalk. Ab Oktober 2015 war Dr. Schmitz-Rode als Chefarzt der Geriatrie und Frührehabilitation im Asklepios Westklinikum Hamburg tätig. Von dort wechselte er nun ans Marien-Hospital nach Wesel.

Erweiterung um Schluckdiagnostik 

„Hier bestehen hervorragende Bedingungen für eine zeitgemäße Altersmedizin“, betont der neue Chefarzt. Die Abteilung verfügt mit 82 Betten über eine ideale Größe, angeschlossen sind eine Tagesklinik (acht Betten) und ein zertifiziertes Alterstraumatologisches Zentrum (ATZ – zwölf Betten), in dem die Kliniken für Altersmedizin und Unfallchirurgie (Chefarzt Dr. Levent Özokyay) gemeinsam ältere Menschen behandeln, die bei Stürzen oder Unfällen verletzt wurden. Das medizinische Spektrum seiner Abteilung möchte Dr. Schmitz-Rode um die endoskopische Schluckdiagnostik erweitern, weil viele ältere Patienten unter Schluckstörungen leiden.

„Geriatrische Patienten haben in der Regel mehrere chronische Erkrankungen zugleich. So kommen etwa zum Diabetes eine Herzschwäche und eine Osteoporose oder kognitive Einschränkungen bis hin zur Demenz“, erklärt der Chefarzt. Auch Mangelernährung sei ein häufiges Thema in der Geriatrie. Den Behandlungsansatz seiner Klinik beschreibt der neue Chefarzt so: „Die Geriatrie behandelt nicht nur die einzelnen Erkrankungen, sondern legt den Fokus auf die funktionellen Einschränkungen, die infolge der Erkrankungen auftreten. So kann z.B. ein älterer Patient durch eine Lungenentzündung komplett bettlägerig werden. Daher erfolgt in der Geriatrie auch immer von Beginn an eine rehabilitative Behandlung. Ziel der Altersmedizin ist es, die Mobilität, die Selbstständigkeit im Alltag und die Lebensqualität der Patienten so weit wie möglich wiederherzustellen.“

Neue Station A2

Seit März 2019 ist die geriatrische Station in einem Neubautrakt untergebacht (Station A2). Der Klinik stehen dort großzügig bemessene Patientenzimmer mit Platz für Rollatoren und Rollstühle und barrierefreien Bädern, Therapie- und Aufenthaltsräume und ein umfangreiches Nebenraumprogramm zur Verfügung, die alle  Anforderungen an eine moderne Altersmedizin erfüllen. In der Klinik werden jährlich etwa 1700 Patienten behandelt.