Kühlkappe

Kühlkappe verhindert Haarausfall bei Chemotherapie

Für Brustkrebs-Patientinnen zählt der Haarausfall zu den am meisten gefürchteten Nebenwirkungen der Chemotherapie. Der psychologische Effekt ist hoch und kann einen dramatischen Einfluss auf das Selbstbewusstsein haben. „Deshalb sind wir froh, den Frauen mit der Kopfhautkühlung nun eine innovative Alternative bieten zu können“, sagt Dr. Daniela Rezek, Chefärztin der Klinik für Senologie/ästhetische Chirurgie, Brustzentrum und Brustkrebszentrum am Marien-Hospital. Das Gerät in Form einer Kühlkappe bewirkt, dass Patientinnen unter Chemotherapie nicht mehr alle Haare verlieren. „Das hat auch einen guten Einfluss auf das Selbstvertrauen, die Stärke und die Hoffnung der erkranken Frauen“, betont Dr. Rezek. Wesel ist das einzige Brustkrebszentrum in der Region, das die Kühlkappe einsetzt. Die Chefärztin freut sich über viele positive Rückmeldungen von Patientinnen.

Die Chemotherapie greift alle sich schnell teilenden Zellen im Körper an, darunter auch die Haare. Deshalb verursachen viele Zytostatika Haarausfall. Die Forschung hat gezeigt, dass die Kopfhautkühlung bei einer Vielzahl von Zytostatika sehr effektiv ist. Eine erfolgreiche Anwendung hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Krebsart und dem Stadium, von Alter, Haartyp, dem Zustand der Haare und vom allgemeinen Gesundheitszustand.