Behandlungsangebote

  • Anästhesie

    Unsere Leistungen:

    • Allgemein- und Regionalanästhesien bei Erwachsenen und Kindern
    • Allgemeinanästhesien als balancierte Anästhesieverfahren („Fast track- Anästhesien“)
    • Total Intravenöse Anästhesien (BIS-Monitoring)
    • Rückenmarksnahe Anästhesieverfahren (Peridural-/Spinalanästhesien bzw. KSE)
    • Sonografiegesteuerte periphere Regionalanästhesien des Plexus brachialis, Nervus femoralis, N. ischiadicus in Kathetertechnik
    • Sonografiegesteuerte Gefässkatheteranlagen (z.B. ZVK bei Kindern)
    • Intraoperative Eigenblutgewinnung (Cell saver)
    • Fiberoptisch gestütze Intubationen und Videolaryngoskopie
    • Konsiliarische Anlage von zentralen Venenkathetern bei Erwachsenen und Kindern
  • Intensivmedizin

    Die anästhesiologisch geleitete interdisziplinäre Intensivstation verfügt seit der Eröffnung im Juli 2017 über insgesamt 14 Bettplätze, die vorwiegend in Einzelzimmern konzipiert sind. Die Größe und Konzeption der Patientenzimmer, Neben- und Aufenthaltsräume und die technische Ausstattung entsprechen den neusten Anforderungen.

    Die Intensivstation ist mit acht Beatmungsplätzen (invasiv und nicht invasiv) ausgestattet und bietet die Möglichkeit einer kontinuierlichen Hämodiafiltration sowie extracorporalen CO2 Elemination (ECCOR). Die Station beinhaltet ebenfalls die Versorgung der Patienten im Bereich Intermediate Care.

    Schwestern und Pfleger sind gemeinsam mit den Ärzten Teil des Reanimations-Teams für die Versorgung von Notfällen im Haus und  gewährleisten auf der Intensivstation die Versorgung der kritisch kranken Patienten aller Fachabteilungen.

    In der Allgemein- und Visceralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie und Gynäkologie steht die Betreuung der Patienten nach größeren Eingriffen im Vordergrund. In der Orthopädie und Unfallchirurgie erweitert sich das Spektrum der pflegerischen Versorgung in der Orthopädie und Unfallchirurgie um die Versorgung von Patienten mit einem Polytrauma, da das Marien-Hospital Wesel als regionales Traumazentrum im „Traumanetzwerk Ruhrgebiet“ zertifiziert ist. Alle Patienten der operativen Abteilungen werden auf der Intensivstation anästhesiologisch versorgt.

    Die Patienten der Kardiologie werden nach Reanimation, Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels und mit Herzrhythmusstörungen ebenfalls intensivmedizinisch durch die Ärzte der Inneren Medizin und die Pflege betreut. Das Behandlungsspektrum umfasst neben der Herzkatheteruntersuchung alle intensivmedizinischen Maßnahmen.

    Gastroenterologische Patienten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung bei gastrointestinalen Blutungen und Entzündungen, Akutvergiftungen sowie akuten Stoffwechselentgleisungen verschiedener Genese.

    In wenigen Fällen werden auch größere Kinder, vorwiegend mit schweren Atemwegserkrankungen oder Zustand nach Traumata, auf unserer Intensivstation betreut.

     

    Film über "Beatmung" aus dem Marien-Hospital Wesel

    https://www.youtube.com/watch?v=kSPf5pbuV54&t=2s

    Kampagne "Zurück ins Leben"

    http://www.zurueck-ins-leben.de/

  • Schmerztherapie

    Akute & chronische Schmerzen – Therapieoptionen

    • Periphere und zentrale Nervenblockaden
    • Lokale Infiltrationsanästhesie
    • Thorakale und lumbale Periduralanästhesie
    • Peridurale Korticoid-Applikation
    • N. occipitalis Blockaden
    • Ganglion stellatum Blockaden
    • Ganglionäre lokale Opioid-Applikaiton (GLOA)
    • Intravenöse regionale Sympathicusblockaden (IVRSB)
    • Intravenöse Analgesie (Ketamin, Opioide)
    • Tumorschmerztherapie für stationäre (und ambulante) Patienten
    • Anwendung physikalischer Methoden (TENS)
    • Topische Analgesie (Capsaicin, Lokalanästhetika, Opioide)
    • Medikamentöse Schmerztherapie (WHO-Stufenschema, Co-Analgetika)
      - incl. Behandlung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Opstipation, Übelkeit/Erbrechen…)
      - incl. klinisch-pharmazeutische Beratung
    • Blutegeltherapie
    • Koordination einer multimodalen Schmerzbehandlung (bio-psycho-soziales Schmerzmodell)
      - psychologische / psychosomatische / psychiatrische Therapie
      - KG, Physiotherapie, Ergotherapie
      - Lymphdrainage, Bewegungsbad
    • Information zu medizinischen Themen der Schmerzdiagnostik und -therapie:
      - z. B. Entstehung von chronischem Schmerz, Wirkungsweise von Medikamenten

     

    Akute & chronische Schmerzen – Krankheitsbilder

    • Schmerz des Muskel- und Skelettsystems, z. B. Wirbelsäulenschmerz, Muskelschmerz
    • Schmerz bei degenerativen Gelenkerkrankungen, z. B. Arthrose
    • Schmerz des Nervensystems, z. B. nach Nervenverletzung, Gürtelrose, Schlaganfall
    • Schmerz des sympathischen Nervensystems, z. B. komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS, früher M. Sudeck oder Kausalgie genannt)
    • Stumpf- und Phantomschmerz
    • Kopf- und Gesichtsschmerz
    • Viszeraler Schmerz, z. B. chronischer Eingeweideschmerz
    • Schmerz bei Durchblutungsstörung
    • Fibromyalgie

     

    Behandlungsziele

    • Linderung der chronischen Schmerzen
    • Optimierung der Schmerzmedikation
    • Verbesserung der Lebensqualität
    • Vermittlung eines angemessenen Verständnisses der chronischen Schmerzkrankheit
    • Abbau von fehlerhafter Anpassung an die chronische Schmerzkrankheit (Krankheitsverhalten)
    • Abbau von Angst und Depression als Schmerzverstärker
    • Kontrolle und Abbau von Hilflosigkeit bei Schmerzattacken
    • positive Veränderung von Erleben und Wahrnehmung des Schmerzes
    • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
    • Übertragung der Trainingserfolge in das Alltagsleben
    • Förderung von Aktivität und sozialer Integration
    • Wiedereingliederung in das Berufsleben
    • Abklärung der Indikation für eine invasive Schmerzbehandlung
    • Vermeidung unnötiger Untersuchungen, Operationen und andere invasive Maßnahmen
    • Prävention weiterer Chronifizierung  
  • Notfallmedizin

    Rettungsfahrzeuge, Boote und ein Hubschrauber waren im Einsatz, als im September 2015 mit Unterstützung des Marien-Hospitals an der Nato-Rampe auf dem Rhein bis Bislich die Reanimation eines Ertrunkenen gefilmt wurde. Es handelte sich nicht um einen tatsächlichen, sondern nur um einen angenommenen Unglücksfall. Notarzt-TV ist der Titel der Internetplattform, für die an einem Samstag vier Stunden lang gedreht wurde. Der Film richtet sich an junge, unerfahrene Notärzte.

    Der Beitrag führt ihnen anschaulich vor Augen, was zur Rettung eines Ertrinkenden mit Kreislaufstillstand und Unterkühlung zu tun ist. Die Richtlinien dazu werden etwa alle fünf Jahre überarbeitet, um sie regelmäßig dem aktuellen Erfahrungs- und Erkenntnisstand anzupassen.

    Rettungshubschrauber im Einsatz

    Die Federführung bei den Dreharbeiten in Wesel hatten der freie Journalist Dr. Christian Hermanns (Aachen) und Dr. Marc Achilles, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Marien-Hospital, der auch als Leitender Notarzt für den Kreis Wesel arbeitet. Für ein realistisches Szenario sorgten die DLRG-Wasserwacht Wesel mit einem Boot, die Berufsfeuerwehr Wesel mit Boot, Jet-Ski und Fahrzeugen sowie die Bundeswehr, die mit dem Rettungshubschrauber SAR 41 aus Nörvenich eingeflogen war. Den im Wasser treibenden Menschen, den es zu bergen galt, simulierten – je nach Übungsmanöver – ein Feuerwehrmann bzw. eine Puppe.

    In einem wirklichen Notfall werden vor dem Ertrinken gerettete Menschen, die unterkühlt sind und einen Kreislaufstillstand erlitten haben, in ein Zentrum transportiert, das über eine Herz-/Lungenmaschine verfügt. Weil es schnell gehen muss, geschieht dies meist per Rettungshubschrauber.

    Das Video dazu finden Sie hier

  • Delirmanagement

    Chefarzt Dr. Achilles beim Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)

    Das Delir (Verwirrtheit) ist eines der größten Risiken für Patienten auf der Intensivstation. Es bestimmt Morbidität, Verweildauer auf der Intensivstation und auch Sterblichkeit in ganz erheblicher Weise. Je nach Dauer eines Delirs kann die Sterblichkeitsrate innerhalb des ersten darauffolgenden Jahres bis auf das Drei- bis Vierfache steigen.

    Ein bereits seit 2014 existierendes Maßnahmenbündel (multimodales Konzept) wird durch moderne Lichttechnik und modernes Alarm-Management erweitert. Das therapeutische Ziel liegt auf der einen Seite in einer Stressreduktion für den Patienten (ungestörter Nachtschlaf) und andererseits in einer Aufrechterhaltung der Tag-/Nachtrhythmik. Erste Untersuchungen an der Charité (Berlin) zeigen mit diesem multimodalen Ansatz eine Delir-Reduktion von über 40 Prozent unter Verwendung der Lichttechnik, die zu Forschungszwecken dort seit gut einem Jahr angewandt wird. „Durch die Bedeutung des Delirs auf Mortalität ist das in Fachkreisen ein brennendes Thema und spielte beim DIVI-Kongress eine große Rolle“, sagte Dr. Achilles. 

    Das Marien-Hospital Wesel ist Vorreiter: 2019 wird hier die erste Intensivstation weltweit mit dem Vital-Sky-System von Philips zur Delirprävention ausgestattet.