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Zertifiziertes Brustzentrum am Marien-Hospital startet die „Offensive Brustgesundheit“ zu Vorsorge, Früherkennung und Gesundheitstraining

26.02.2019 - 31.03.2019

Marien-Hospital-Wesel-Brustgesundheit

Das Brustzentrum am Marien-Hospital startet 2019 die „Offensive Brustgesundheit“. Unter dem Motto „Wir machen Sie fit!“ gibt es Aktionen und Veranstaltungen zu Vorsorge, Früherkennung und Gesundheitstraining, um das Bewusstsein für die Brustgesundheit zu schärfen.

„Wir beherrschen unser medizinisches Handwerk, was sich daran zeigt, dass wir als einzige Klinik sowohl von der Ärztekammer als auch von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert sind. Das Wichtigste für uns ist jedoch, dass das Wohl der Patientinnen stets im Mittelpunkt steht“, betont Dr. Daniela Rezek, Chefärztin der Klinik für Senologie / Brustzentrum. Neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung spielen dabei auch ästhetische Gesichtspunkte und Angebote für das seelische Wohlbefinden der Patientinnen eine zentrale Rolle. „Wir betreiben ganzheitliche, komplementäre Medizin“, ergänzt Dr. Rezek. Das soll die Kampagne deutlich machen.

Das Brustzentrum Wesel am Standort Marien-Hospital ist die einzige derartige Einrichtung in der Umgebung, die zertifiziert ist. Dass Patientinnen hier bestens versorgt werden, wurde der Einrichtung soeben erneut von der Ärztekammer Westfalen-Lippe bescheinigt: Sie verlieh dem Brustzentrum das Siegel für eine erfolgreiche Re-Zertifizierung, die drei Jahre lang gültig ist. Das Team um Chefärztin Dr. Daniela Rezek freut sich über diesen fachkundigen „Rückenwind“ und will ihn für die „Offensive Brustgesundheit“ nutzen.

Dazu ist eine Reihe von Aktivitäten geplant:

  • Das mamma-café, seit Jahren als Brustkrebsforum für Betroffene, Angehörige und Interessierte etabliert, startet sein Jahresprogramm 2019 am 31. Januar mit der Gesprächsrunde „von Frau zu Frau“ unter Leitung von Dr. Rezek. Diese Veranstaltung ersetzt in modernerer Form den bisher üblichen „Kaffeeklatsch“ mit der Chefärztin.
  • Zum Internationalen Frauentag richtet das Brustzentrum am Mittwoch, 6. März, einen „Wohlfühltag“ aus. Frauen sind eingeladen, sich im Haus der Gesundheit am Marien-Hospital in angenehmer Atmosphäre auf eine Reihe von Angeboten einzulassen, sich zu informieren und auszuprobieren. Dazu zählen: Qi Gong, Massagen, Achtsamkeitstraining, Yoga, Mammacare und Sprechstunden („Frage deine Ärztin“ / „Frage deine Brust-Schwester“).
  • Beim Weseler Gesundheitstag am Samstag, 30. März, in der Niederrheinhalle ist das Brustzentrum mit einer Fotoaktion vertreten. Frauen können sich aus einem Kostümfundus bedienen und zum Thema „Brustgesundheit“ fotografieren lassen.

Darüber hinaus hält das Brustzentrum das ganze Jahr hindurch ein breites Angebot bereit. Dazu zählen Mammacare-Kurse für gesunde Frauen, ein Gesundheitstraining (Mind-Body-Medizin) für Patientinnen mit Brustkrebs, der BH-Tag für Frauen mit Brustkrebs im Brustkrebsmonat Oktober, der Montagstreff „Chemotherapie“ und der alljährliche Brustkrebs-Informationstag am ersten Sonntag im November. Hinzu kommen Aktivitäten des Vereins  „Aktion B“ unter Vorsitz von Dr. Daniela Rezek, der seit Langem in der Öffentlichkeit für die Brustgesundheit wirbt und für sein Engagement 2018 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Wesel gewürdigt wurde.

Kompetentes Netzwerk

In der Klinik für Senologie (Brustgesundheit) des Marien-Hospitals kümmert sich ein Expertenteam ausschließlich um die Gesundheit der weiblichen Brust. Von dieser gebündelten Kompetenz profitieren die Patientinnen durch eine sehr engmaschige und persönliche Betreuung ganz erheblich. Dem Netzwerk gehören Experten anderer Fachrichtungen an – etwa Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und  Psychoonkologen –, die sich ebenfalls regelmäßig einer Überprüfung ihrer Leistungen durch externe Prüfgesellschaften stellen müssen. Das gibt den Patientinnen die Sicherheit, dass im Brustzentrum am Marien-Hospital nach wissenschaftlichen Leitlinien und Qualitätsstandards gearbeitet wird.

Das Brustzentrum ist eingebunden in das Niederrheinische Zentrum für Tumorerkrankungen (NZT), in dem das Marien-Hospital und das St. Willibrord-Spital Emmerich ihre Kompetenzen in Onkologie und Hämatologie gebündelt haben. Ärzte unterschiedlicher medizinischer Fächer und weitere Experten arbeiten Hand in Hand für eine bestmögliche und individuelle Behandlung von Krebspatienten. Es bestehen Kooperationen, u.a. mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Regelmäßige Tumorkonferenzen, eine Hotline für niedergelassene Ärzte und eigene Labordiagnostik sind weitere feste Bestandteile des NZT.  

Hohe Anforderungen erfüllt

Für die Zertifizierung von Brustzentren durch die Ärztekammer wurde ein Kriterienkatalog mit 173 Punkten aufgestellt und mit allen Fachgesellschaften, die an der Behandlung von Brustkrebs beteiligt sind, abgestimmt. Um das Gütesiegel zu erhalten, muss eine Klinik die Anforderungen erfüllen. Entscheidend u.a.:

  • die Zahl der behandelten neu erkrankten Patientinnen pro Jahr; sie liegt im Schnitt zwischen 240 und 250, jährlich sind es ca. 75 000 in Deutschland
  • die Erfahrung der radiologischen Diagnostiker und der Pathologen, die Gewebeproben untersuchen
  • das Wissen der Strahlentherapeuten
  • der Umgang mit Chemo- und Antikörper- sowie anderen neuen System-Therapien
  • das Wissen um die genetischen Zusammenhänge des Brustkrebses
  • die Ausgestaltung eines Netzwerks aller verantwortlichen Ärzte in der Umgebung des Brustzentrums.

Darüber hinaus verlangt das Verfahren den Nachweis eines Qualitätsmanagement-Systems, in dem die Struktur- und Prozessqualität des Zentrums ablesbar ist.

„Die Überlebensdaten zeigen, dass Patientinnen, die in einem zertifizierten Brustzentrum behandelt wurden, länger und besser leben“, betont Chefärztin Dr. Rezek. Studien der Universitätskliniken Heidelberg und Ulm besagen, dass die Überlebensrate bei Patientinnen, die in einem zertifizierten Brustzentrum behandelt werden, um zehn Prozent höher liegt. „Frauen, die an Brustkrebs erkranken, sollten deshalb darauf achten, dass sie sich in einem zertifizierten Brustzentrum behandeln lassen“, schlussfolgert Dr. Rezek.