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Für Wesel und die Region: Krebs-Zentrum der Frauenklinik am Marien-Hospital expandiert

18.08.2019, 14:00 Uhr - 26.09.2019

Prof. Dr. Stephan Böhmer

Das Marien-Hospital hat die Weichen für die regionale und überregionale Expansion ihres onkologischen Zentrums in der Gynäkologie gestellt. Zur Behandlung von Krebserkrankungen wurden Investitionen in die Medizintechnik getätigt und eine Reihe neuer Verfahren eingeführt, die inzwischen vollständig etabliert sind.

Schwerpunkt in der Frauenklinik sind vier Formen der onkologischen Unterleibs-Erkrankungen, die im Marien-Hospital insgesamt aktuell mehr als 100 Fälle pro Jahr ausmachen: Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterhöhlenkrebs, Eierstock- und Eileiterkrebs sowie Krebs im Bereich der Scham.

Das Marien-Hospital hat die Weichen für die regionale und überregionale Expansion ihres onkologischen Zentrums in der Gynäkologie gestellt. „Zur Behandlung von Krebserkrankungen wurden Investitionen in die Medizintechnik getätigt und eine Reihe neuer Verfahren eingeführt, die inzwischen vollständig etabliert sind“, sagt Prof. Dr. med. Stephan Böhmer, seit Januar 2018 Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde. Er und sein Team aus erfahrenen Fach- und Oberärzten mit einer Vielzahl von Zusatz-Qualifikationen setzen auf zeitgemäße und schonende Methoden in Diagnostik und Therapie. So ist es möglich, für jede Patientin ein individuelles und angemessenes Konzept festzulegen. „Kein Krebs ist wie der andere, darauf stellen wir die Behandlung gemäß den Leitlinien der gynäkologischen Fachgesellschaften ab“, betont Prof. Böhmer.

Mehr als 100 Fälle

Schwerpunkt in der Frauenklinik sind vier Formen der onkologischen Unterleibs-Erkrankungen, die im Marien-Hospital insgesamt aktuell mehr als 100 Fälle pro Jahr ausmachen: Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterhöhlenkrebs, Eierstock- und Eileiterkrebs sowie Krebs im Bereich der Scham. Zur Sicherung der Diagnosen bietet die Frauenklinik eigens eine Sprechstunde an, um Krebsvorstufen (Dysplasien) genauer beurteilen zu können. Damit verbunden ist ggf. die Entnahme von Proben. Zum weiteren medizinischen Angebot zählen u.a. die spezialisierte Entnahme und Untersuchung von Abstrichen, die Spiegelung des Gebärmutterhalses und die feingewebliche Abklärung auffälliger Befunde. Das sogenannte diagnostische und operative „Staging“ dient dazu, den Ausbreitungsgrad eines bösartigen Tumors zu ermitteln. Davon hängt ab, welche therapeutische Maßnahme erforderlich ist: Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung.   

Chefarzt-Sprechstunde für Zweit-Meinung

In der Therapie setzt Chefarzt Prof. Böhmer bevorzugt auf die minimal-invasive „Schlüsselloch-Chirurgie“ und auf endoskopische Verfahren, etwa zur Entfernung von Lymphknoten oder der Gebärmutter. CT, MRT, Röntgen, Ultraschall und Endosonographie stehen ebenfalls nach dem neuesten medizintechnischen Standard zur Verfügung. Ausschabungen, die Behandlung von genitalen Warzen und die Abklärung von chronischen Hautveränderungen im Bereich der Geschlechtsorgane ergänzen das umfangreiche Leistungsspektrum der gynäkologischen Klinik am Marien-Hospital. Darüber hinaus wurde eine Sprechstunde für Frauen eingerichtet, die eine zweite Meinung einholen möchten. Diese Sprechstunde hält Prof. Böhmer persönlich ab.  

Innerhalb des Marien-Hospitals arbeiten langjährig erfahrene Experten zusammen, die in regelmäßigen Tumorkonferenzen aktuelle Krankheitsfälle besprechen und gemeinsam Behandlungsstrategien festlegen. An diesem Netzwerk sind neben internistischen Onkologen, Chirurgen, Urologen und Anästhesisten Ärzte weiterer Fachrichtungen beteiligt, außerdem immer auch Strahlentherapeuten, Pathologen und Radiologen. Begleitend sind im Krebszentrum Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Seelsorger, der Sozialdienst und geschultes Personal für Krisenintervention mit eingebunden.  

Patientinnen vom gesamten Niederrhein

Das Gynäkologische Krebs-Zentrum ist angesiedelt unter dem Dach des Niederrheinischen Zentrums für Tumorerkrankungen (NZT) der pro homine, zu dem sich die onkologisch tätigen Fachdisziplinen sowohl des Marien-Hospitals Wesel als auch des St. Willibrord-Spitals Emmerich zusammengeschlossen haben. Qualitätskontrollen und regelmäßige Zertifizierungen durch externe Experten belegen, dass eine hochqualifizierte, wohnortnahe Behandlung gewährleistet ist. Die neu strukturierte Frauenklinik hat ihr Einzugsgebiet inzwischen erweitert. Patientinnen kommen nicht nur aus dem Raum Wesel, sondern vom gesamten Niederrhein und aus dem benachbarten Westfalen.

Fortbildungsreihe

Chefarzt Prof. Böhmer hat eine Fortbildungsreihe für seine niedergelassenen Kollegen ins Leben gerufen. Das Thema der nächsten Veranstaltung am 25. September, 17 Uhr, in der Musik- und Kunstschule Wesel (Zitadelle) lautet: „Gynäkologische Onkologie – Strategien bei Krebsvorsorge und Dysplasie“. Ein Schwerpunktthema ist die Vermeidung von Gebärmutterhalskrebs durch eine Impfung. Dazu ist nicht nur Fachpublikum willkommen, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit.