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Frauen fertigen Trostkissen für die Kinderklinik

Seit drei Jahren nähen, stricken und häkeln etwa 40 Frauen ehrenamtlich und fertigen Trostkissen für die Kinderklinik am Marien-Hospital.

Elefanten, Hasen und Teddybären oder Würfel, Quadrate und Dreiecke mit Augen und Ohren – jedes einzelne der handgearbeiteten Trostkissen für die Kinderklinik am Marien-Hospital in Wesel ist mit viel Phantasie und Liebe gemacht. Seit drei Jahren nähen, stricken und häkeln etwa 40 Frauen ehrenamtlich für die jungen Patienten des Krankenhauses.

Die Frauen sind zwischen 30 und 80 Jahre alt und leben in ganz Deutschland. Der Name der Gruppe lautet: „Kreativ sein und Gutes tun“. Die Fäden laufen bei Sabine Gertenbach (Foto, r.) in Alpen zusammen, die als „Biene aus Alpen“ bekannt ist. Sie hat auch Trostkissen-Aktionen nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und für Kinder im Ukraine-Krieg auf den Weg gebracht. Sie sammelt das Handarbeits-Material, schickt es an die Mitstreiterinnen, die daraus zauberhafte Kissen fertigen und zurücksenden, so dass Sabine Gertenbach sie der Kinderklinik zur Verfügung stellen kann.

Monatlich bis zu 60 Exemplare

Etwa 50 bis 60 Trostkissen kommen pro Monat zusammen. Ein Kissen erhält jedes Kind, das stationär oder ambulant etwas aufwendiger versorgt werden muss. „Bei einem Verbandswechsel, einer Blutabnahme, wenn Zugänge gelegt werden oder der Transport mit dem Rettungsdienst notwendig war“, nennt Sandra Meyrose (Foto, l.), Kinderkrankenschwester der Station K1 im Marien-Hospital, einige Beispiele. Sie ist selbst Mutter und weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig ein tröstender Begleiter für ein Kind ist. Sie unterstützt die Aktion aus Überzeugung der erlebten positiven und tröstenden Wirkung der bunten Tiere und Kissen. Jedes Kind hat damit die Möglichkeit, sowohl Trost zu erhalten als auch Frust loszulassen. Die Trösterchen dienen auch als Kommunikationsmittel für die Kinder, das Pflegepersonal und die Ärzt:innen.

Die Kissen werden in einem eigenen Lager verwahrt und vom Pflegepersonal verteilt. Jedes Kind darf sein Trostkissen mit nach Hause nehmen und hat so die Möglichkeit, den Krankenhausaufenthalt mit etwas Positivem zu verbinden. Sandra Meyrose ist selbst begeisterte Näherin und hat bereits eine größere Stoffspende geleistet und wird die Aktion in Zukunft mit selbst genähten Trösterchen unterstützen. Übrigens werden im Marien-Hospital auch der Kreißsaal, die Entbindungsstation und die Neonatologie mit den Handarbeiten „versorgt“.

Stoffe, Wolle, Füllmaterial

Um die Aktion fortführen zu können, bitten Sabine Gertenbach und Sandra Meyrose um Materialspenden: Stoffe, Wolle (darf nicht kratzen) und Füllmaterial. Farbe und Beschaffenheit spielen keine Rolle, aber nichts sollte verschlissen sein.

Wer die gute Sache mit einer Materialspende unterstützen möchte, kann sich per Mail an Sabine Gertenbach wenden: bienemx5(at)gmx.de. Es gibt auch zwei Facebook-Adressen: Kreativ sein und Gutes tun und Sabina Biene aus Alpen.