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Gemeinsam gegen Krebs – Kräfte neu gebündelt im NZT: Hohe onkologische Kompetenz im Niederrheinischen Zentrum für Tumorerkrankungen

27.03.2019, 11:07 Uhr

Gemeinsam gegen den Krebs, um schwer kranke Patienten kompetent und fürsorglich zu behandeln: Zu diesem Zweck haben sich unter dem Dach der pro homine gGmbH Experten aller in der Krebsmedizin (Onkologie) tätigen Fachdisziplinen des Marien-Hospitals Wesel und des St. Willibrord-Spitals Emmerich zum Niederrheinischen Zentrum für Tumorerkrankungen (NZT) zusammengeschlossen.

„Gerade bei einer Krebserkrankung ist es von großer Bedeutung, sich in guten Händen zu wissen und auf eine hochqualifizierte wohnortnahe Behandlung vertrauen zu können“, betont Prof. Dr. Henning Schulze-Bergkamen. Er ist Chefarzt der Klinik für Innere
Medizin II (Gastroenterologie, Hämatologie/Onkologie, Diabetologie, Rheumatologie) am Marien-Hospital und als ausgewiesener Krebs-Spezialist auch Leiter des NZT. 

Regelmäßige Konferenzen

Die hohe medizinische Kompetenz in den Fachabteilungen beider Krankenhäuser der pro homine ist die Basis der Zusammenarbeit im Zentrum für Tumorerkrankungen. Die Experten tauschen sich regelmäßig aus und kommen vier Mal pro Woche zu Tumorkonferenzen zusammen, um konkrete Krankheitsfälle zu besprechen und im Austausch die bestmögliche Therapie für jeden einzelnen Patienten zu ermöglichen. In den Konferenzen geht es um Krebserkrankungen u.a. von Lunge, Brust und vom Magen-Darm-Trakt. Auch gibt es eine Spezialkonferenz zu Knochenbeteiligung bei Krebserkrankungen. Fester Bestandteil aller Treffen ist eine Video-Schaltung von Wesel zum St. Willibrord-Spital nach Emmerich. Neben Medizinern, Radiologen, Patholgen und speziell ausgebildeten Pflegekräften stehen im NZT auch Fachleute aus den Bereichen Ernährungsmedizin, Sozialarbeit und Psychoonkologie zur Verfügung. Seelsorger und Selbsthilfegruppen sind ebenfalls mit eingebunden. Damit wird das Zentrum den verschiedenartigen Bedürfnissen der Patienten bei einer Krebserkrankung gerecht.  

Direkter Zugang zu Spitzenmedizin

Hauptmerkmal des NZT ist das universitäre Netzwerk. „So können wir gewährleisten, dass unsere Patienten von Spitzenmedizin direkt profitieren“, betont Prof. Schulze-Bergkamen.

Im Einzelnen:

  • Es besteht eine vertraglich geregelte, enge Kooperation mit dem deutschen Spitzenzentrum, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Dort können Patienten des NZT vorgestellt werden, ohne dass sie sich auf den Weg nach Heidelberg machen müssen.
  • Die Patienten haben Zugang zu Spezialuntersuchungen, z.B. Gewebeanalysen, die im NZT genommen und in Heidelberg untersucht werden.
  • Die Fachleute des NZT prüfen, von welchen neuartigen Therapien in der Krebsbehandlung (z.B. Immuntherapie) der Patient profitiert.
  • Innerhalb des NZT werden die stets aktuell gehaltenen Behandlungsstandards aus Heidelberg angewandt. 
  • Schulung von Physiotherapeuten des Marien-Hospitals für die Anleitung spezieller Sportprogramme bei Krebs, die in Heidelberg entwickelt wurden.
  • NZT-Leiter Prof. Dr. Henning Schulze-Bergkamen hat einen Lehrauftrag am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg und bildet junge Ärzte in der Onkologie aus. Da passt es, dass das Marien-Hospital Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster ist. Als Spezialist für Magen- und Darmtumoren veröffentlicht Prof. Schulze-Bergkamen regelmäßig Beiträge in internationalen Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Magazinen. Außerdem arbeitet er als Gutachter und Fachexperte für die Deutsche Krebsgesellschaft.

Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum in Essen steht darüber hinaus ein Spitzenzentrum als regionaler Partner für Patienten des NZT zur Verfügung. Auch hier gibt es eine enge Kooperation, z.B. durch die Einbindung von Patienten in klinische Studien und bei Knochenmarktransplantationen, die in Essen vorgenommen werden.

Weil unter dem Dach der pro homine eine Reihe von Organzentren bestehen (Brust, Darm, Lunge, Prostata, Frauenheilkunde), erfüllt das NZT die Voraussetzungen, um sich von der Deutschen Krebsgesellschaft nach höchsten Anforderungen zertifizieren zu lassen. „Die Expertise in den einzelnen Fachabteilungen ist sehr hoch und wird durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im NZT gebündelt“, sagt Prof. Schulze-Bergkamen.

„Heißer Draht“ für Patienten und Zuweiser

Als Zusammenschluss von onkologischen Fachdisziplinen ist das Niederrheinische Zentrum für Tumorerkrankungen übergeordneter Ansprechpartner in Sachen Krebs. Der Zugang erfolgt über die Haus- und Fachärzte. Es gibt aber auch den „heißen Draht“ für Patienten und Zuweiser: Unter Tel. 0281 104-61919 sind Onkologen erreichbar und vermitteln die Anrufer innerhalb des Zentrums an die geeigneten Ansprechpartner weiter.